Amsterdam: Glamourdale erneut unschlagbar
Charlotte Fry und Glamourdale siegen bei der Weltcup-Etappe in Amsterdam.
Nun kann man es fast schon als Lauf bezeichnen. Die noch amtierenden Weltmeister, Charlotte Fry und Glamourdale, geben auch in der Weltcup-Kür von Amsterdam den Ton an und überzeugten erneut in Topform.
Der nun 15-jährige Lord Leatherdale-Sohn Glamourdale knüpfte in der Weltcup-Kür von Amsterdam an seine enorm verbesserte Form der letzten Wochen an und zeigte sich wiederum viel geschlossener, im Genick nachgiebiger und aus dem Hinterbein energischer abfußend. Die klaren Highlights lagen auch in der Kür in der Galopptour, wo der Hengst seine naturgegebenen Stärken ausspielt. Dazu gehören beispielsweise die enorm in Bergauf springenden und raumgreifenden Verstärkungen oder die toll ins Bergauf gesprungenen Serienwechsel auf leicht gebogener Linie. Im Trab punkteten die beiden mit locker kreuzenden Trabtraversalen und energischen Verstärkungen. Die Piaff Passage Tour zeigte sich erneut verbessert und energischer. In den Piaffen kann sich Glamourdale mittlerweile besser schließen, wenn auch noch das letzte Gleichmaß fehlt. Alles in allem lieferten die beiden erneut eine Toprunde, die mit 89,3 Prozent verdient mit dem Sieg belohnt wurde.
Apropos verbessert: Isabell Werth und ihre nun zwölfjährige Sezuan-Tochter Wendy de Fontaine legten im Vergleich zum Grand Prix in der Kür noch eine Schippe oben drauf, besonders in Hinsicht auf die Losgelassenheit. So folgte in der Trabtour ein Highlight nach dem anderen. Die Piaff-Passage-Tour ist hierbei einmal mehr hervorzuheben. Die Schritttour zeigte sich losgelassen schreitend und im Galopp gelangen die Galopppirouetten mit noch besserer Lastaufnahme. Doch erneut bildeten die Serienwechsel das „Aber“. Zwar gelangen die Einerwechsel, in den Zweierwechseln schlich sich aber gegen Ende ein Fehler ein. Das war teuer und ließ das Erfolgsduo auf Rang zwei „zurückfallen“ (87,5 Prozent). Rang drei ging erneut an Becky Moody mit ihrem selbstgezogenen Dante Weltino-Nachkommen Jagerbomb (85,3 Prozent). Patrik Kittel mit Touchdown (81,8 Prozent) und Marieke van der Putten mit Zantana RS2 OLD N.O.P. (80,1 Prozent). „Youngster“ Moritz Treffinger sicherte sich mit dem Fidertanz-Nachkommen Fiderdance einen starken achten Platz (78,6 Prozent).