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von Tobias Hemken am Samstag, 28.03.2026 um 12:09

Wolf wird ins Bundesjagdgesetz aufgenommen

Der Bundesrat hat zugestimmt, den Wolf in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen.  /  © Adobe Stock

Der Bundesrat hat am 27. März 2026 das „Gesetz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes und zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes“ beschlossen. Damit wird der Wolf künftig in das Bundesjagdgesetz aufgenommen, um den Umgang mit der wachsenden Population bundesweit einheitlicher zu regeln.

Hintergrund ist die zunehmende Ausbreitung der Tiere in vielen Regionen Deutschlands, die immer häufiger zu Konflikten mit der Weidetierhaltung führt. Insbesondere Schafe, Ziegen und vereinzelt Rinder werden trotz bestehender Schutzmaßnahmen Opfer von Wolfsrissen, was für landwirtschaftliche Betriebe erhebliche wirtschaftliche Folgen haben kann.

Mit der Gesetzesänderung sollen klare rechtliche Grundlagen geschaffen werden, um schneller auf problematische Tiere reagieren zu können und gleichzeitig den Artenschutz zu gewährleisten. Ziel ist es, Weidetierhalter besser zu schützen und praktikable Lösungen im Umgang mit regional unterschiedlich starken Wolfsvorkommen zu ermöglichen. Dabei bleibt der Wolf weiterhin eine besonders geschützte Art, deren Bestand langfristig gesichert werden soll.

Eine generelle Bejagung des Wolfs ist daher weiterhin an Bedingungen geknüpft. Voraussetzung ist, dass sich die Population in einem sogenannten „günstigen Erhaltungszustand“ befindet. Dieser liegt vor, wenn Wölfe in allen geeigneten natürlichen Lebensräumen dauerhaft leben können und ihr Bestand langfristig stabil bleibt. Damit soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem Schutz der Artenvielfalt und den berechtigten Interessen der Landwirtschaft erreicht werden.

Tobias Hemken (Redakteur)

Seine Leidenschaft für Pferdezucht, Reitsport und die Partnerschaft mit dem Pferd prägen seinen Werdegang. Nach dem Studium des Equine Business Managements in den Niederlanden war er fast zehn Jahre als Redakteur im Bereich Pferdezucht tätig. In dieser Zeit entdeckte er nicht nur seine Begeisterung für Abstammungen und Pedigrees, sondern auch seine kreative Ader. Seit seinem zehnten Lebensjahr sitzt er im Springsattel und hat sich mittlerweile auch eine eigene kleine Zucht aufgebaut. Im Mittelpunkt steht für ihn dabei stets das Pferd als treuer Partner und sportlicher Begleiter.

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