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von Tobias Hemken am Samstag, 20.06.2026 um 15:57

Gelungene Premiere auf der Hengststation Beckmann

Westfälische Fohlen-Auktion mit 100 Prozent Verkaufsquote

Die Preisspitze der Premierenauktion auf der Hengststation Beckmann von Grey Tonic  /  © Reckimedia (frei)

Die erste westfälische Fohlen-Auktion auf der Hengststation Beckmann war an diesem Abend ein großartiger Erfolg. 100 Prozent der angebotenen Fohlen konnten erfolgreich an neue Besitzer vermittelt werden. Mit dem Gesamtumsatz von 362.000 Euro ist das Westfälische Pferdestammbuch höchst zufrieden. Teuerste Offerte des Abends war mit der Kopfnummer 2 ein Sohn des Shootingstars Grey Tonic. Das Hengstfohlen kostete 70.000 Euro.

Erstmals fand im Rahmen der beliebten Fohlenschau auf der Hengststation Beckmann eine Westfälische Fohlen-Auktion statt. 24 hochkarätige Nachwuchstalente präsentierten sich im Auktionslot darunter drei Reitponyfohlen und zwei springbetonte Reitpferdefohlen. Die Premiere im Haus von Gastgeber Mathieu Beckmann stieß auf reges Interesse bei Züchtern und Kaufinteressierten. Über 800 Besucher waren erschienen, um die Auktion unter der Leitung von Auktionator Thomas Münch bei Flutlicht an diesem Abend zu verfolgen. Zum Auftakt der OnLive-Auktion wurde ein Holzpferd für den Guten Zweck versteigert. 30.000 Euro kamen gesammelt von verschiedensten Persönlichkeiten zusammen. Gespendet wird das Geld an die Charitaswerkstätten aus Langenhorst.

Den Auftakt der OnLive-Auktion machte ein Sohn des legendären Stationshengstes der Station Beckmann: Benicio. Das bunte Fuchshengstfohlen (Z. u. Ausst.: Mareike Mimberg, Bielefeld), gezogen aus der Samantha von Sandro Hit, trat ganz im Stil seines Vaters auf. Bester Peter wurde für 29.000 Euro an Kunden aus den Niederlanden, die selbst vor Ort ihre Gebote abgaben, verkauft.

Mit der Kopfnummer 2 betrat ein ganz besonderes Fohlen den Auktionsring. Grey´s Greenflag ist ein Sohn des aktuellen Shootingstars der Hengststation Beckmann. Grey Tonic ist der Hengst, der auf den Hengstschauen zu Anfang des Jahres mehr als begeistern konnte. Nun beweisen seine ersten Fohlen, dass er sein Talent auch vererbt. Celine Pruß, Mettingen, hatte den Braunen aus der Shari H von Sir Heinrich gezogen und auf diese Auktion gebracht. Die Besitzer des Grey Tonic hatten in einem spannenden Bieterduell auf den Rängen vor Ort den längsten Atem und sicherten sich das Hengstfohlen zum fantastischen Spitzenpreis von 70.000 Euro. Neben dieser Preisspitze werden noch zwei weitere Fohlen zukünftig im Hause 360 Grad Sportpferde einziehen.

Drei Reitponyfohlen abstammend von Hengsten der Partnerstation AT Schurf standen in diesem Auktionslot ebenfalls zum Verkauf. Alle drei fanden zum Durchschnittspreis von 11.333 Euro einen neuen Besitzer. In England wird das am besten bezahlte Reitponyfohlen in der Zukunft beheimatet sein. Mit der Kopfnummer 15 war Destino von Denim AT/Merlin (Z. u. Ausst.: Nicole Sturm, Genthin) seinen neuen Besitzern 19.500 Euro wert.

Die Riege der springbetonten Fohlen vertraten zwei Nachkommen des ehemaligen westfälischen Siegerhengstes Con Touch RS der Partnerstation Schlamminger. Für 12.000 Euro sicherte sich diese Hengststation die Nummer 12 Count on me v. Con Touch RS/Balous Bellini (Z. u. Ausst.: Hubert Waning, Vreden).

Insgesamt 24 Offerten des Jahrgangs 2026 standen in dieser OnLive-Auktion zum Verkauf. Für die verkauften Reitpferdefohlen investierten die Kunden vor Ort und als online Bieter durchschnittlich 15.619 Euro. Mit dieser Auktion erzielte das Westfälische Pferdestammbuch einen Gesamtumsatz von 362.000 Euro. Fünf der verkauften Fohlen werden zukünftig außerhalb von Deutschland beheimatet sein. Hausherr Matthieu Beckmann schließt die Veranstaltung nach knappt zwei Auktionsstunden mit den Worten: „Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Züchtern, die meiner Idee gefolgt sind, bedanken und wünsche allen Käufern viel Glück mit ihren Neuerwerbungen. Wir alle freuen uns schon auf die zweite Auflage in 2027.“

Zur Preisliste.

(PM)

Tobias Hemken (Redakteur)

Seine Leidenschaft für Pferdezucht, Reitsport und die Partnerschaft mit dem Pferd prägen seinen Werdegang. Nach dem Studium des Equine Business Managements in den Niederlanden war er fast zehn Jahre als Redakteur im Bereich Pferdezucht tätig. In dieser Zeit entdeckte er nicht nur seine Begeisterung für Abstammungen und Pedigrees, sondern auch seine kreative Ader. Seit seinem zehnten Lebensjahr sitzt er im Springsattel und hat sich mittlerweile auch eine eigene kleine Zucht aufgebaut. Im Mittelpunkt steht für ihn dabei stets das Pferd als treuer Partner und sportlicher Begleiter.

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