Warendorf: Kopf-an-Kopf-Rennen bei den sechsjährigen Dressurponys
Zweimal Holstein in Front
Auch die Dressurponys sind nun in die Al Shira’aa Bundeschampionate gestartet. So stand am Donnerstagabend die Finalqualifikation der sechsjährigen Dressurponys an. Am Ende gab zweimal Holstein den Ton an. Genauer gesagt setzte sich der Ponyhengst Champagner zum Frühstück (v. Crazy Dream-Coldplay) aus der Zucht von Kristin Rosenbaum und unter dem Sattel von Lynn Sophie Soddemann an die Spitze. Bereits im vergangenen Jahr hatte es der auffällige Sechsjährige durch einen zweiten Platz im kleinen Finale in das große Finale geschafft, wo er am Ende Rang elf belegt hatte. Nun hat der Ponyhengst über den Winter einen enormen Schub gemacht. Der Trab zeigte sich aktiv abfußend mit guter Bewegungsmechanik, wenn auch sich dieser teilweise aus dem Hinterbein noch geschlossener hätte präsentieren dürfen (8,5). Der Schritt zeigte sich heute noch etwas eilig abfußend und nicht immer im idealen Gleichmaß (8,4). Ein Highlight bildete der Galopp, der sich bereits gut gesetzt sowie gleichmäßig ins Bergauf springend präsentierte. Ein weiteres Highlight bildeten aber das durchgängig gute Seitenbild sowie Selbstverständlichkeit und bereits gut entwickelte Balance, was in der Note für die Durchlässigkeit mit der glatten 9 honoriert wurde. Die gleiche Note stand auch im Gesamteindruck, was eine Endnote von 8,74 ergab. Damit setzten sich die beiden gegen Catharina Sophie Dirksen mit Dating’s Smiley (v. Dating AT-Mad Max, Z.: Hans Giesen) durch. Sie kamen dem Siegerpaar mit einer Endnote von 8,64 noch einmal nahe. Der Trab zeigte sich äußerst schwungvoll, mit toller Bewegungsdynamik und im besten Gleichmaß, was die Richter mit einer 8,6 belohnten. Nicht nur im Aussehen ähnelt Dating’s Smiley seinem Vater Dating AT. Auch der unerschütterliche Takt im Trab erinnert an seinen Vater. Auch der energisch ins Bergauf gesprungene Galopp, welcher sich auch in den Außengalopp-Reprisen bereits gut ausbalanciert und versammelt präsentierte, wusste zu überzeugen und wurde mit einer 8,8 belohnt. Der Schritt zeigte sich losgelassen schreitend, wenn auch nicht mit dem letzten Vor- und Übertritt (8,0). Auch Dating’s Smiley spielte genauso wie Champagner zum Frühstück mit der gestellten Aufgabe und zeigte sich toll ausbalanciert bei bester Durchlässigkeit (echte Highlights bildeten auch die einfachen Galoppwechsel). So stand in der Note für die Durchlässigkeit verdient die glatte 9. Im Gesamteindruck kam noch eine 8,8 hinzu. Eins ist sicher: Zwischen dem Spitzenduo wird es im Finale noch einmal gewaltig spannend.
Agata Zakhrabekova hatte mit Glücksbote (v. Glück Auf-Going East, Z.: Andrea Nöllgen) gut vorgelegt und sicherte Weser-Ems am Ende mit einer Endnote von 8,3 Platz drei vor Lilli von Helldorff mit Proud Day Max (v. Dreidimensional-Rocketti, Z.: Karin Stolz) (8,28) und Madlin Tillmann mit Bon Coeur (v. Belissimo-Heidbergs Nancho Nova, Z.: Janna Carina Uellekes) (8,04). Glücksbote hatte im vergangenen Jahr mit Rang vier im Finale noch knapp das Podest verpasst.