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von Claus Schridde am Sonntag, 30.08.2026 um 15:53

Springfinale fünfjährige Pferde: Sophie Hinners siegt doppelt

Sophie Hinners und ihr Bundeschampion Cadoc  /  © Equitaris

33 fünfjährige Pferde hatten den Sprung ins Finale geschafft. Dabei stellte der Holsteiner Verband mit zwölf Pferden ein gutes Drittel und somit die stärkste Präsenz, gefolgt von Westfalen (8) und Oldenburg-International (7), Hannover, Rheinland und DSP aus Baden-Württemberg (je 2).

Die frisch gebackene Mannschaftsweltmeisterin Sophie Hinners hatte direkt im Anschluss an die WM eine arbeitsreiche Woche in Warendorf, qualifizierte sich mit vier (!!!!) Pferden für das Finale der Fünfjährigen, steuerte alle vier strafpunktfrei über den ersten Umlauf und schaffte mit dreien den Einzug in den zweiten Umlauf der wertnotenbesten acht Paare. Nach den Resultaten der letzten Jahre bedurfte es kaum hellseherischer Fähigkeiten, um zu erkennen, dass sie auch 2026 wieder ganz vorne landen würde: So steuerte sie den braunen Holsteiner Wallach Cadoc (v. Casall-Diamant de Semilly-Contender-Cor de la Bryère-Lincoln, Holst. Stamm 8782, Z.: Dr. Klaus-Jürgen Pöhlmann) mit 9,3 und 9,5 zum Sieg in diesem Finale und belegte zudem mit dem gekörten braunen Hannoveraner Hengst Elton (v. Emerald van het Ruytershof-Ludwig von Bayern-Laptop-Zeus-Inschallah AA, Z.: Jens Löhden, Steddorf) mit den Noten 9,2 bzw. 9,4 den Silberrang. Elton entspringt  einem Araberstamm und ist Pachthengst im Haupt- und Landgestüt Marbach. Bronze ging in das Haus Schockemöhle, an den gekörten dunkelbraunen OS-Hengst Stakkariello (v. Stakkato-Chacco Blue-Coriall-Continue-Frühlingsball-Rasputin-Almfürst, Westf. Stamm 424/Herta, Z.: Gestüt Lewitz mit Emilia Löser (8,9 bzw. 9,5).

Vergeblich wartete man auf das wertnotenhöchste Pferd der Qualifikationen, den gekörten OS-Schimmelhengst Chacco Grande (v. Chacoon Blue-Casanova-Conterno Grande-Argentinus-Ramino-Volturno, Oldbg. Stamm 177/Rudilore), der mit Patrick Stühlmeyer (Oldenburger Münsterland) beide Wertungsprüfungen souverän gewonnen hatte. Kolikerscheinungen in der Nacht vor dem Finale bewogen das Haus Schockemöhle, zugunsten des Pferdes auf diesen Finalstart zu verzichten. Nicht der einzige Fall von „Schwund“ auf der Starterliste: Als Arne van Heel mit dem Holsteiner Verbandshengst Kantato einritt, wurde er direkt wieder hinauskomplimentiert. Man glaubte, Unregelmäßigkeiten im Gang gesehen zu haben. Die Jury bestätigte das nach einer tierärztlichen Untersuchung und wünschte dem Hengst in der Schlepppause gute Besserung.

Platz vier ging an Calvin Böckmann mit der Westfalenstute Betty Rouge (v. Balinsky-Comme il faut NRW, Z.: Antonius Richter). Die Finalritte wurden auch 2026 herausragend kommentiert von Peter Teeuwen, der diesen Job seit etlichen Jahren innehat und wie immer sympathisch-pointiert und mit größter Fachkenntnis seinen Job erledigte.

Claus Schridde (Redaktion)

Zuchtexperte, Fachjournalist, Züchter und Pferdemann durch und durch, mit schier unendlichem hippologischem Fachwissen bereichert er jede ZÜCHTERFORUM-Ausgabe, auch als Richter und „Mikrofon-Stimme“ bestens in der Szene bekannt.

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