Warendorf: Wechselhaftes Finale bei den vierjährigen Reitponyhengsten
Bei den Bundeschampionaten stand heute das Finale der vierjährigen Reitponyhengste auf dem Programm. Sechs Ponys gingen an den Start. Wie bereits bei den vierjährigen Reitponystuten und -wallachen verlief auch das Finale der Hengste nicht ohne Schwierigkeiten.
Einige der jungen Ponyhengste taten sich sichtbar schwer damit, die Dressurponyprüfung der Klasse A allein in der großen Championatskulisse zu absolvieren. Hinzu kamen auch am Finaltag windige Wetterbedingungen, die für zusätzliche Unruhe sorgten.
Dany deVito sichert sich den Titel
Der Sieg ging an den Sieger der Finalqualifikation, den in Holstein registrierten Dany deVito (v. FS Daddy Cool-Quaterback’s Junior). Mit einer Gesamtwertnote von 8,34 sicherte sich der von Julia Voigt gezogene Hengst den Titel des Bundeschampions. Im Sattel saß Nazila Natasha Lotz.
Dany deVito überzeugte in sämtlichen Teilbereichen und erhielt durchweg Noten von 8,2 oder besser. Besonders hoch bewerteten die Richter seinen Galopp und den Gesamteindruck, für die es jeweils eine 8,5 gab. Der Trab wurde mit 8,3 bewertet, Schritt und Durchlässigkeit erhielten jeweils eine 8,2.
Deejay erneut Zweiter
Vize-Bundeschampion wurde Deejay (v. Dating AT-Dance for Me) unter Rebekka Rösler. Der in Hannover registrierte Reitponyhengst erreichte eine Gesamtwertnote von 8,02. Besonders überzeugen konnte Deejay mit seinem Galopp, der mit einer 8,3 bewertet wurde. Für Trab und Gesamteindruck vergaben die Richter jeweils eine 8,1. Gezogen wurde der Hengst von Henrik Auhagen, Besitzer ist Sebastian Golubski.
Die Bronzemedaille ging an den Rheinländer Golden Hunter LR (v. Golden West-FS Don’t Worry) aus der Zucht von Carolyne Liebrecht. Vorgestellt von Jacqueline Baartz, erreichte er eine Gesamtwertnote von 7,52.
Schwierige Bedingungen für die jungen Hengste
Auch bei den Ponyhengsten wurde deutlich, dass sich einige der jungen Ponys schwer damit taten, allein in der großen Kulisse eine Dressurprüfung zu absolvieren. Die windigen Wetterbedingungen verstärkten diese Problematik zusätzlich. Sicherlich hätte es vielen Ponys geholfen, wenn sich ein weiteres Pony mit im Viereck befunden hätte. Im Springsport ist es durchaus üblich, dass sich das nächste Pferd bereits in der Bahn befindet, während ein Teilnehmer seinen Parcours absolviert. Warum nicht auch im Viereck? Denn gerade für die jungen Pferde und Ponys kann ein weiterer vierbeiniger Begleiter Orientierung und Sicherheit geben.
Das Pilotprojekt, die jungen Ponys allein in der großen Championatskulisse prüfen zu lassen, dürfte daher nicht bei allen Ausbildern und Hengststationen auf Zustimmung stoßen. Für einige Beteiligte wird sich sicherlich die Frage stellen, unter welchen Bedingungen sie ihre jungen Ponys künftig bei den Bundeschampionaten vorstellen möchten.
Aus sportlicher und insbesondere aus Sicht der jungen Pferde bleibt nach diesem Finale ein kritischer Eindruck zurück. Nicht jede Situation, die an diesem Tag zu sehen war, war eine Werbung für den Nachwuchssport. Auf einige Bilder hätte man sicherlich gerne verzichtet.