Marbacher Wochenende: Starkes Niveau im Finale des Gert-Gussmann-Cups
Das Marbacher Wochenende ist bei sonnigem Herbstwetter gestartet - und wie. Während für die DSP-Sattelkörung und Ponykörung die Pflastermusterung und das erste Freispringen auf dem Programm standen, kam man am Nachmittag mit dem Finale des Kids Cups und des Gert-Gussmann-Cups in den Genuss von zwei sportlichen Highlights. Bei Letzterem stellte Ines Fleischmann erneut den Sieger.
„Ich mag die Serie total gern, weil sich die jungen Pferde in den Qualifikationen schon super an das große Viereck gewöhnen können und auch schon mal alleine gehen müssen. Das macht es dann fünfjährig umso leichter, wenn sie das schon kennen. Und natürlich ist das Finale in einer tollen Atmosphäre etwas Besonderes“, resümierte Ines Fleischmann, womit die Dressurausbilderin den Nagel auf den Kopf traf. Der Gert-Gussmann-Cup bietet seit Jahren vierjährigen DSP-Pferden eine besondere Plattform. Für Züchter und Ausbilder ist der Gert-Gussmann-Cup eine bedeutende Plattform: Zum einen, um die Qualität der jungen DSP-Pferde zu präsentieren, zum anderen, um vielversprechende Nachwuchstalente frühzeitig im sportlichen Umfeld zu fördern und sichtbar zu machen. Apropos Qualität: Das Finale, welches in diesem Jahr erneut im Rahmen des Marbacher Wochenendes stattfindet, begeisterte mit gutem Niveau, oder wie es Richter Klaus Eikermann beschrieb: „Manchmal vergessen wir heute, dass es noch vierjährige Pferde sind!“ Diese Beschreibung nannte Eikermann auch nach der Prüfung von Ines Fleischmann mit dem Segantini-Nachkommen Sarottini (v. Segantini-Sir Gregory, Z.: Julia Voigtländer). Der bildhübsche Wallach präsentierte sich in der gesamten Prüfung bereits sehr ausbalanciert, mit hohem Gleichmaß und guter Bewegungsdynamik. Der Trab präsentierte sich mit toller Bewegungsmechanik und schön durch den Körper arbeitend (8,5). „Dieses Pferd hat sich von Anfang an locker durch den Körper bewegend präsentiert“, beschrieb Klaus Eikermann. Der Schritt zeigte sich geregelt und losgelassen schreitend, verfügt jedoch nicht über den letzten Übertritt (8,0). Ein weiteres Highlight bildete der kraftvoll ins Bergauf springende Galopp, der sich ebenso bereits gut ausbalanciert und gesetzt zeigte (8,5). Sowohl in der Durchlässigkeit als auch im Gesamteindruck stand eine 8,5, woraus sich eine Endnote von 8,4 ergab. „Sarottini ist ein absoluter Musterschüler. Immer topmotiviert und als Hengst super unkompliziert“, schwärmt Ines Fleischmann, die seit Mai im Sattel des vielversprechenden Hengstes sitzt. Damit verwiesen die beiden die letztjährige Finalsiegerin, Margit Hagel, auf Rang zwei. Die Dressurausbilderin stellte in diesem Jahr die elegante Va-Pensiero-Tochter Va-Pina (v. Va’Pensiero-Heraldik, Z.: Klaus Metzler) vor. Ein echtes Highlight bildeten die Durchlässigkeit sowie das hohe Gleichmaß, welches die Stute an den Tag legte, oder, wie es Klaus Eikermann beschrieb: „Eine Vorstellung, die uns vor allem durch ganz feines und harmonisches Reiten überzeugt hat.“ Besonders überzeugend präsentierte sich die Trabarbeit, die mit viel Gleichmaß und Schwung zu einer 8,6 führte. Der Schritt zeigte sich taktstabil, wenn auch die Stute hier noch losgelassener hätte schreiten dürfen (7,5). Der Galopp präsentierte sich sehr „praktisch“ angelegt, wenn auch nicht mit der letzten „Größe“ (8,0). In der Durchlässigkeit und im Gesamteindruck standen die Noten 8,5 und 8,4, woraus sich eine Endnote von 8,2 ergab. Damit verwiesen sie erneut Ines Fleischmann, dieses Mal mit Dr. Pepl (v. Debutant-Diamond Star, Z.: ZG Plöger) (8,02), auf Rang drei. Dahinter folgte Anna Casper mit Birkhof’s Vino Veritas (v. Vangelis-Lord Loxley, Z.: Thomas Casper), die mit einem Verreiten den dritten Platz verschenkte (7,92). Nicole Bühler komplettierte mit Viva las Vegas (v. Viva Gold-San Amour, Z.: ZG Karl-Heinz und Volker Bauer) (7,84) die Top5.