Warendorf: Vier Siege für Westfalen
Mit 102 Startern war die erste Wertung zum Bundeschampionat der sechsjährigen Springpferde, eine Springprüfung der Klasse M** nach Strafpunken und Zeit, erfreulich stark besetzt. Das bedeutete am Ende eine Einteilung in drei Abteilungen. Tagesschnellster über den Parcours und damit Sieger der ersten Abteilung war Henrik Griese mit der sechsjährigen Westfalenstute Charmante (v. Chaman-Coriander-Landmeister-Wahnfried, Holst. Stamm 238, Z.: Silke Sulz, Bad Bentheim). In der zweiten Abteilung ging die goldene Schleife an den Westfalen Zineday (v. Zinedine-Polydor-Frühlingsball-Angriff, Z. Willi Ottmann, Saerbeck) mit Christian Kukuk und in der dritten Abteilung standen die Holsteiner Stute Giandujah DL (v. Casall-Contender-Reichsgraf-Rasputin-Tin Rod xx-Ramzes AA, Stamm 104 a, Z.: Daniel Lehmann, Gelterkinden/SUI) ganz vorn. Giandujahs Mutter O-Contendra ist Vollschwester der bekannten Hengste Contendro I und II.
62 Pferde standen auf der Starterliste in der ersten Qualifikation der Fünfjährigen. Dabei holte sich Marco Kutscher mit dem gekörten braunen Westfalenhengst Cashmere (Gestüt Gut Neuenhof, Z.: Dr. Axel Schürner, Nideggen, v. Cristallo I-Contender-Lorenz-Cor de la Bryère-Rigoletto-Attila, Holst. Stamm 1094) nach einer souveränen Runde die Tageshöchstnote 9,4. In der zweiten Abteilung dieser Springpferdeprüfung Klasse M ging der Sieg an den hannoverschen Schimmel Damaskus (v. Diacontinus-Alexis Z-Caletto II-Malteser-Ladykiller xx, Holst. Stamm 2139, Z.: Dr. Jörn Bramstedt, Bremerhaven) mit dem Japaner Eiken Sato aus dem Stall Schockemöhle.
Rechnet man den Westfalen-Sieger der Siebenjährigen (Constantin v. Colestus-Quidam de Revel, Stamm 4847) hinzu, dann trugen vier der sechs Goldschleifenträger der ersten Qualifikationen den westfälischen Brand, und auch wenn nur ein „echter“ Holsteiner eine Goldschleife holte, so stammten doch fünf der sechs Sieger aus Holsteiner Stämmen. CS