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von Tobias Hemken am Sonntag, 12.04.2026 um 11:59

Oldenburger Siegerhengst für Australien

Siegerhengst Besandro Gold v. Best of Gold  /  © Beelitz (frei)

Der Siegerhengst der 15. Oldenburger Sattelkörung, Besandro Gold (geb. 2023, v. Best of Gold-Sandro Hit-De Niro-Seydlitz-Futuro-Makuba xx-Cortez-Fridolin) aus der Zucht von Heinz Ahlers aus Hatten, wurde im Rahmen der 105. Frühjahrs-Elite-Auktion in Vechta für 100.000 Euro nach Australien verkauft. Der charmante Junghengst bleibt jedoch zunächst auf der Hengststation seines Züchters in Hatten und steht dort ab sofort den Züchtern zur Verfügung.

Besandro Gold entstammt dem renommierten Stutenstamm der Edoste (eine ausführliche Stammanalyse finden Sie im ZÜCHTERFORUM 3/26). Sein Vollbruder Bugatti Gold OLD ist gekört und bereits erfolgreich in Prix St. Georges-Prüfungen. Die Vollschwester Edwina Gold OLD wurde 2024 im Rahmen der Elite-Stutenschau in Rastede als Reservesiegerstute ausgezeichnet. Auch die Großmutter Elisa hat ihre Vererbungskraft eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Sie brachte unter anderem den im Grand Prix erfolgreichen Bellini Gold v. Belissimo M sowie zwei gekörte Söhne, darunter Special Gold v. Sandro Hit, der sowohl vier- als auch sechsjährig im Finale des Bundeschampionats in Warendorf überzeugte.

Hengste der Sattelkörung

Der Reservesieger Davosino (geb. 2023, v. Dynamic Dream-Fürstenball-His Highness-Rubinstein I-Cardinal xx-Don Carlos-Frustra II; Z.: Erwin Schäfer, Wittmund) wurde für 45.000 Euro zugeschlagen. Seine Mutter Fiscarya OLD gehörte 2014 zum Brillantring der Elite-Schau in Rastede und wurde fünfjährig Vize-Landeschampionesse.

Für den gekörten Fortissimo (geb. 2023, v. Feinsten-Quattro B-Andiamo-Waldhorn; Z.: Gerd Pigge, Lastrup) wurden 50.000 Euro investiert. Bei 49.000 Euro fiel der Hammer für den gekörten Dänen Ostmarks Deglo (geb. 2023, v. Global Player-De Noir-Racing Ace xx-Flamingo).

Zwei Hengste erzielten jeweils einen Preis von 40.000 Euro: der gekörte Bonds Royal (geb. 2023, v. Bonds-Ibiza-Rubinstein I-Weltmeyer; Z.: Katrin Krüger, Fischerhude) sowie der nicht gekörte Freigeist (geb. 2023, v. Finest Hour-Ehrentusch-Florestan I-Parademarsch I; Z.: Heinz Rudde, Gronau-Epe), der künftig in Kanada beheimatet sein wird.

Reitpferde

Mit einem Spitzenpreis von 110.000 Euro führte der gekörte Hannoveraner Val d'Aran (geb. 2020, v. Vivaldos-Weltmeyer-Akzent II-Luciano; Z.: Dieter und Jens Röbken, Rastede) die Statistik an. Angaben zu seinem zukünftigen Standort wurden nicht gemacht.

Der gekörte Hengst Saphir (geb. 2023, v. Sir Donnerhall I-Bretton Woods-Fürst Romancier-Sir Donnerhall I; Z.: Gestüt Lewitz) wurde für 65.000 Euro nach China verkauft. Seine Großmutter Fasine OLD war Siegerstute, Bundeschampionesse sowie siegreich in der schweren Klasse und zudem Schwester von zehn gekörten Hengsten, darunter For Romance I. Saphir soll in China sowohl als Deckhengst als auch im Sport eingesetzt werden.

Das teuerste Springpferd wechselte für 61.000 Euro in die USA: der Holsteiner Le Duc (geb. 2020, v. Levisto-Acorado-Lacapo-Lester; Z.: Matthias Odewald, Breese), Er entstammt dem erfolgreichen Stamm 2067, aus dem unter anderem die Vererber Landstreicher, HH Conrad (bis 1,60 m erfolgreich mit Grégory Wathelet), Canterbury, Canturano I, Aventador S (1,60 m erfolgreich mit Marco Kutscher) sowie Caprys (1,60 m erfolgreich mit Christian Kukuk) hervorgegangen sind.

Ebenfalls in die USA wurde Aragorn Z (geb. 2020, v. Armison-Van Gogh-Argentinus-Grannus; Z.: Maximilian Jaspers, Haren) für 42.000 Euro verkauft. Kunden aus China sicherten sich mit Aganix de Fleur Z (geb. 2020, v. Aganix du Seigneur Z-Cristo-Lord Pezi-Zymbal I) für 40.000 Euro ein weiteres Pferd aus der Kollektion.

Rund ein Drittel der Pferde wurde ins Ausland verkauft, darunter nach Belgien (3), in die USA (2), nach China (2), Polen (1), die Niederlande (1), Spanien (1), Österreich (1) und Ungarn (1). Darüber hinaus ging der Siegerhengst der Sattelkörung nach Australien, während ein nicht gekörter Hengst nach Kanada verkauft wurde.

Der Gesamtumsatz der 105. Frühjahrs-Elite-Auktion belief sich auf 1.308.500 Euro. Der Durchschnittspreis der Reitpferde lag bei rund 25.000 Euro. Für gekörte Hengste wurden im Schnitt etwa 57.000 Euro gezahlt, während nicht gekörte Hengste durchschnittlich 37.500 Euro erzielten.

Die Auktionsergebnisse.

Tobias Hemken (Redakteur)

Seine Leidenschaft für Pferdezucht, Reitsport und die Partnerschaft mit dem Pferd prägen seinen Werdegang. Nach dem Studium des Equine Business Managements in den Niederlanden war er fast zehn Jahre als Redakteur im Bereich Pferdezucht tätig. In dieser Zeit entdeckte er nicht nur seine Begeisterung für Abstammungen und Pedigrees, sondern auch seine kreative Ader. Seit seinem zehnten Lebensjahr sitzt er im Springsattel und hat sich mittlerweile auch eine eigene kleine Zucht aufgebaut. Im Mittelpunkt steht für ihn dabei stets das Pferd als treuer Partner und sportlicher Begleiter.

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