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Montag, 22.11.2021 um 21:22

Westfalen-Körung in Münster: Escolar-Sohn Extra Gold wird Siegerhengst

300.000 Euro Durchschnitt für Prämienhengste
© honorarfreie Nutzung des Bildes

58 dressurbetonte Hengste beinhaltete der Katalog der Westfalenkörung 2021, der sich in neuem Format und als unbedingt erwähnenswertes Novum auch neuerdings mit je einem Foto aller Körkandidaten präsentierte. 41 Hengste repräsentierten das Westfälische Pferdestammbuch, acht Hannoveraner waren darunter, ferner fünf Oldenburger, zwei Niederländer und je ein Repräsentant von DSP und Rheinland.

54 Hengste traten an, 36 wurden gekört und zwölf prämiert. Zuchtleiter Thomas Münch: „Die Körkommission war sich einig, dass dies der stärkste Jahrgang war, den wir in den letzten Jahren zu sehen bekommen haben!“

Der nicht verkäufliche Siegerhengst mit dem Namen Extra Gold (v. Escolar-Apache-Don Schufro-Sandro Hit, Z. u. B.: Bettina Hinnemann, Voerde) war ein Enkel der Erfolgsstute Weihegold/Isabell Werth und somit dem Oldenburger Stamm 213/Weissena zugehörig. Hoch sympathisch, klar als Sohn bzw. veredelte Version seines Vaters Escolar zu erkennen, war der mittelrahmige Braune unerhört taktbeherrscht mit beeindruckender Hinterhandsaktivität und großen Möglichkeiten hinsichtlich Lastaufnahme. Er kommt auf dem Krüsterhof bei Familie Hinnemann zum Deckeinsatz. Alle weiteren Endringhengste – das waren immerhin stolze sieben – wurden gleichermaßen zu unrangierten Reservesiegern erklärt. Darunter war auch die Preisspitze, ein brauner hannoverscher Vitalis-Sohn (M. v. Fidertanz-Sandro Hit-Monte Carlo I, Z.: ZG Werth, Moers), der für 940.000 Euro an das Haus Helgstrand ging, das bei einem Franklin-Nachkommen (M. v. Rock Forever I-Florestan I-Parademarsch I, Z.: Hendrik Schulte-Märter, Soest) für 410.000 Euro gleich noch einmal zuschlug. Ausgestellt wurde er von der fantasievoll getauften Organisation „Blue Moon Sporthorses“ aus dem niedersächsischen Kissenbrück, hinter der sich der Helgstrand-Scout Udo Wagner verbirgt. Der zumindest nahm die Gratulationen im Endring entgegen.

Aufgerüstet hat das Dressurpferde-Leistungszentrum Lodbergen in Südoldenburg, das zum einen für 230.000 Euro den Fuchshengst von For Romance I (M. v. De Niro-Frühlingsrausch-Anmarsch) erwarb und zum anderen für 360.000 Euro einen mit höchsten Sympathiewerten austaffierten Dunkelfuchs von Janeiro Platinum (M. v. Sir Donnerhall I-Arpeggio-Weinberg). Beides waren Endringkanddaten.

 

Das Landgestüt Celle leistete sich gleich zwei Prämienhengste: Für 106.000 Euro den Sohn des Escolar (M. v. Vitalis-Lord Loxley-Rubinstein I) und für 151.000 Euro einen Rappen von Secret-Dresemann-Florestan I. Das Gestüt Bonhomme aus dem brandenburgischen Werder an der Havel ersteigerte für 110.000 Euro einen Prämienengst von Franziskus-Rock Frever I-Ferragamo. Ein weiterer Präminhengst (v. Zoom-Status Quo-De Niro) ging für 100.000 Euro nach Bayern. Damit kosteten alle acht verkäuflichen Prämienhenhste mehr als 100.000 Euro und durchschnttlich 300.875 Euro.

Nicht verkäuflich war der typ- und gangstarke hannoversche braune Endringhengst Escaneno (v. Escamillo-Veneno-Ravallo-Frühlingstraum II), der bei seinem Züchter Tobias Schult in Hünxe in den Deckeinsatz gehen wird, und drei Prämiehengste, u. a. der formschöne und stets erhaben daher kommende Dunkelfuchs Be my Dancer (v. Benicio-Vivaldi-Ferragamo-Der Clou, Z.: Georg u. Leonie Kellerwessel, Köln), der auf der Station Beckmann in Wettringen zum Einsatz gelangt, sowie der niederländische Sohn des Indian Rock (M. v. Negro-Don Schufro-Cocktail) ausdem Besitz der Familie Rothenberger (Bad Homburg) und ein Sohn des Jovian (M. Belissmo-D’accord, Z.: Volker Schmale-Steinkamp, Rahden-Varl) aus dem Hause Helgstrand.

Als beste Vorführer wurden gemeinsam Borys Chudinski und Kamil Mazur mit dem 300-Euro-Scheck des ZÜCHTERFORUMS ausgezeichnet. CS

 

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