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Samstag, 05.11.2022 um 17:43

Holsteiner Herbst: Vier gekörte unter dem Sattel

Neues Veranstaltungsformat beim Holsteiner Verband
© honorarfreie Nutzung des Bildes
Mit einem neuen Veranstaltungsformat ging der Holsteiner Verband am ersten November-Wochenende in Elmshorn gewissermaßen "auf Sendung". In Holstein ist eine neue Generation von Entscheidungsträgern in Verantwortung gekommen; es weht ein frischer Wind, und in der fantastisch hergerichteten Fritz-Thiedemann-Halle gab es eine hoch interessante "Herbst-Mischung" aus Körung, HLP und Auktion. 23 Hengste standen im Katalog, 21 traten zur Kurz-Veranlagungsprüfung an, von denen sich elf um ein Körurteil der Holsteiner Körkommission bewarben, was am Ende vollkommen nachvollziehbar für vier Hengste vergeben wurde. Tätig waren insoweit zwei Bewertungsgremien. Als Holsteiner Körkommission fungierten neben Zuchtleiter Stephan Haarhoff auch Horst-Klaus Heleine (Ober-Ramstadt) und Christian Thoroe (Ahrenviöl). In der Prüfungskommission standen Hubert Uphus, Reinhard Lütke-Harmann und Peter Rauert. Als Fremdreiter fungierte Marius Brinkmann. 15 dreijährige Hengste stellten sich dem Test, der am ersten Tag Freispringen und am zweiten Tag eine Präsentation der Grundgangarten mit einigen Sprüngen unter dem Reiter plus Fremdreitertest. Der höchstbewertete Dreijährige (8,63) war der in dänischem Besitz befindliche braune Deventer (v. Denver-Caretino-Contago-Lagano-Locarno-Marmor-Mangon, Stamm 2269, Z.: Hans Hermann Gericke, Tönning). Für Leistungsbereitschaft (9,0) und Rittigeit (9,2) gab es jeweils sehr gute Noten, auch das Springen und Galopp (jeweils 8,5) waren erstklassig bewertet. Der recht voluminös auftretende Goldbraune, dessen Mutterstamm etliche Generationen in Dänemark unter Verwendung der dort stationierten Hengste rein holsteinisch gepflegt wurde, wurde von Dirk Ahlmann erstklassig, nämlich sehr gefühlvoll in Szene gesetzt. Ahlmann's Händchen Ahlmann präsentierte insgesamt vier Hengste (neben Deventer u.a. noch die bereits Con de Revel und Layton) und alle vier hinterließen hinsichtlich ihres Ausbildungsstandes einen überragenden Eindruck. Genau wie Deventer, so gehörte auch der sich stets im Gleichgewicht präsentierende Schimmel Concur (v. Colman-Diamant de Semilly-Quidam de Revel-Calato) zum Kreise der gekörten Hengste der Hauptkörung 2021 in Neumünster. In Dänemark aus belgischem Stamm gezogen, befindet er sich nunmehr in britischem Besitz. Zu den bereits gekörten Absolventen gehörten auch Con Valor, Cooper II, Copino VA und Domirado ausder Zuchtstätte von Allwörden. Das zweitbeste Ergebnis (8,58) erzielte der drahtig auftretende Dunkelfuchs Cultino (v. Casaltino-Colman-Contender-Caletto II-Roman-Korenbleem xx-Kadett, Stamm 6786, Z.: Evi Bengtsson, Itzehoe), dessen Mutter mit der Züchterin in S***-Springen erfolgreich gewesen ist. Ganz viel Auftritt und Präsenz offenbarte er schon bei der Pflastermusterung und überzeugte durch einen guten,stabilen Rücken. Er erhielt die höchste Springnote (9,3) und ein positives Körurteil. Die zweithöchste Springnote (9,0) erhielt der Schimmel Quivisto (v. Quim CL-Leovisto-Cancara-Calypso II), der im Hause Lauck (Pinneberg) dreifach auf seinen Mutterstamm 6691 ingezogen ist: 9,0 war der Prüfungskommission die Performance an beden Prüfungstagenwert. Hubert Uphus bei der Einzelbesprechung: "Es macht Spaß, diesem Hengst zuzuschauen!". Auch Quivisto wurde gekört. Schlüssiges Konzept Die Vierjährigen - sechs an der Zahl - hatten zunächst eine Präsentation in Grundgangarten und Kurzparcours und am zweiten Tag den Fremdreitertest mit einigen Sprüngen. Auch hier erhielten zwei Hengste das positive Körurteil, beide aus dem Besitz der Familie Witt (Friedrichskoog), und beide zeigten sich bei der Präsentation unter dem Sattel in herausragender Form. Großgewachsene Baune mit Abzeichen. Zum einen Dunkirk (v. Dinken-Catoki-Acord II-Lord-Fernando-Atlas I, Stamm 741, Z.: Sönke Pedersen, Behrendorf), der mit 8,5 seinen Höhepunkt im Kriterium Leistungsbereitschaft hatte, und zum anderen der selbstgezogene Candid (v. Casall-Cardento-Quo Vados-Concerto II-Capitol I-Lord-Landmeister, Stamm 776) Nur bei fünf der 23 im Katalog verzeichneten Kandidaten waren noch Spuren von Vollblut im Pedigree zu finden. Nachdem bereits in diesem Jahr einige Körkandidaten der letztjährigen Holsteiner Hauptkörung in Neumünster in Elmshorn zum Kurztest angetreten waren, scheint es ein schlüssiges Konzept, demnächst im Februar in Neumünster zu kören und im darauffolgenden Herbst dann in Elmshorn einen Prüfungstermin anzubieten. Einige der im Vorjahr gekörten Kandidaten stellten die Richtigkeit der damaligen Körentscheidung nunmehr unter dem Sattel allerdings nachträglich in Frage. Claus Schridde
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