Warendorf: Siebenjährige Dressurpferde begeistern
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr gehören die siebenjährigen Dressurpferde auch in diesem Jahr zum festen Programm der Bundeschampionate. Dabei stimmte nicht nur die Quantität, sondern vielmehr auch die Qualität. 46 Paare hatten sich in die Starterliste der Finalqualifikation eingetragen, wodurch in zwei Abteilungen platziert wurde. Mit dem besten Ergebnis des Tages gingen Stefanie Wittmann und der Oldenburgerwallach Diafys OLD (DeLorean 2 – D-Day, Z.: Lena Nyström, B.: Frederike Feldhaus) als Sieger der ersten Abteilung hervor. Den DeLorean Sohn kennt man in Warendorf schon aus dem vergangenen Jahr, als er sich mit Stefanie Wittmann im Finale der sechsjährigen Dressurpferde auf Platz vier einreihte. Heute trabte der Oldenburger zu stolzen 80,4 Prozent. Gleich zum Auftakt der Prüfung überzeugten die beiden mit einer ausdrucksvollen Trabtour, die mit großer Taktsicherheit und Gleichmaß zu überzeugen wusste (Trab: 8,5). Der Schritt zeigte sich mit gutem Übertritt, jedoch hätte der Wallach noch besser an die Hand dehnen können (Schritt: 8,0). Zu eines der Highlights der Prüfung zählte die Galopptour, wobei die Galoppverstärkungen mit toller Sprungerweiterung sowie die gut ins Bergauf gesprungenen Galoppwechsel hervorzuheben sind (Galopp: 9,0). Im Gehorsam sowie in der Perspektive vergaben die Richter bei B eine 8,5 und eine 8,9, was in der Summe 85,8 Prozent ergab. In der technischen Note vergab Richterin Kerstin Holthaus 75 Prozent. An zweiter Stelle der ersten Abteilung rangierte der Bayer DSP Zampano (Blue Hors Zack × Baryshnikov, im Besitz und aus der Zucht von Josef Ritzel) unter dem Sattel von Ramona Ritzel. Seine Vorstellung wurde mit 77,5 Prozent bewertet. Schon im vergangenen Jahr standen die beiden im Finale der sechsjährigen Dressurpferde und hatten sich hier über den Anrecht-Investment-Harmonie & Fairness Preis gefreut. Auch in der heutigen Prüfung hätte man ihnen diesen Preis verleihen können, da sie mit sehr viel Harmonie und Durchlässigkeit zu überzeugen wussten. In der technischen Note standen 71,1 Prozent. Das Richterteam bei B, welches aus Cornelia Albrecht und Elke Ebert bestand, vergab 84 Prozent. Knapp hinter dem bayerischen Paar folgte der Oldenburger Di Lorenzo (De Niro – Londonderry, aus der Zucht und im Besitz von Sabine Wehle) unter dem Sattel von Carina Scholz (77,3 Prozent).
Sieger der zweiten Abteilung wurde der Hannoveraner Boccaccio MT (Buckingham – Sir Donnerhall, Z.: Martin Honigfort, B.: Gestüt Vorwerk) unter dem Sattel seines Ausbilders Marcus Hermes (78,6 Prozent). Ihre Vorstellung bestach durch eine hohe Selbstverständlichkeit sowie Lektionssicherheit, was in der technischen Note mit 74,8 Prozent belohnt wurde. Der schwungvolle Trab mit aktivem Hinterbein wurde mit einer 8,7 belohnt. Im Schritt hätte der Wallach noch besser an die Hand dehnen können (Schritt: 8,0). Der Galopp zeigte sich im Vorderbein mit guter Schulterfreiheit und auch die Galopppirouetten gelangen schon mit guter Lastaufnahme (Galopp: 8,3). Hätte man etwas meckern wollen, könnte sich hier der Durchsprung teilweise noch aktiver zeigen. Hinzu kamen in der Gehorsamkeit eine 8,0 sowie in der Perspektive eine 8,2, was beim Richterteam bei B eine Note von 82,4 Prozent ergab. An zweiter Stelle landeten der Hannoveraner Funrise (Flanell – Bretton Woods, Z.: Home of Stallions, B.: Marina Henkel) unter dem Sattel von Tessa Frank, deren Vorstellung mit 77,4 Prozent bewertet wurde. Der Hannoveraner Galleria´s Bailador (Callaho´s Benicio – Florencio, Z.: Susanne Geffke, B.: Thomas Casper) unter dem Sattel von Mate Garai komplettierte das Podest der zweiten Abteilung (77,2 Prozent).
Auch die sechsjährigen Dressurpferde hatten heute noch einmal die Chance ein Finalticket zu sichern. Hier sicherte sich der Oldenburger Matisse GG OLD (Morricone – Don Olymbrio, aus der Zucht und im Besitz von Muriel Leontine Blackstone-Rosie) vorgestellt von Claudia Rüscher den Sieg (8,3). (msb)