Warendorf: Das Triple perfekt gemacht
Im Finale der fünfjährigen Dressurponys trumpfte heute ein guter Bekannter auf, für den Warendorf einfach ein gutes Pflaster zu sein scheint. Der bayerisch gezogene DSP Gründleinshof Gipfelstürmer v. Golden West NRW-Gründleinshof’s San Royal (Z.: Cordula Kraus, B.: Anneke Behr) konnte das Triple perfekt machen. Nachdem er 2021 und 2022 Reitponybundeschampion war, folgte nun der erste Titel im Dressurviereck. Im Sattel Platz genommen hatte Carolina Miesner, die den Hengst super in Szene setzte. Absolutes Highlight war die Trabtour. Mit einem sehr guten Ablauf ausgestattet und viel Dynamik zeigend, zog Gipfelstürmer seine Runden. Egal in welchem Tempi, Ausdruck und energisches Abfußen gingen nie verloren – 9,5. Dem in fast nichts nach stand die Galopparbeit, ebenfalls geprägt von viel Dynamik, gutem Durchsprung, tollen Tempiwechseln und einer wunderbar anzusehenden Silhouette, 9,0. Der Schritt war taktsicher und fleißig, allerdings würde man sich ein vermehrtes Schreiten und ein besseres durch den Körper arbeiten wünschen, weshalb es hier die niedrigste Note gab, 7,5. Mit 8,0 wurde die Durchlässigkeit bewertet, da der Hengst immer bei seiner Reiterin war und stets darauf wartete, auf ihre Hilfen zu reagieren. Abstriche müssen allerdings gemacht werden, da man sich auf der rechten Hand etwas mehr Stellung und Biegung gewünscht hätte, das Rückwärtsrichten hätte gleichmäßiger sein können und beim Angaloppieren nach dem einfachen Wechsel schlich sich ein Fehler ein. Mit 8,5 wurde abschließend die Perspektive bewertet, macht ein Endergebnis von 8,5 für den Bundeschampion. Den Vizetitel sicherte sich die Siegerin aus der Qualifikation: Dans le Coeur B v. Dornik B-Voyager (Rheinisches Pferdestammbuch, Z.+B.: Viktoria Charlotte Braun) unter Pauline Kesting. Ein glattes sehr gut, 9,0, heimste die Stute für die Trabarbeit ein – dynamisch, locker und ausdrucksstark – so soll es sein. Für die Perspektive und den Schritt gab es jeweils die 8,5, der Galopp wurde mit 8,0 bewertet, lediglich bei der Durchlässigkeit musste die Stute etwas Federn lassen – 7,5. Hier floss der Widerstand beim Rückwärtsrichten ein, das Zügel-aus-der-Hand-kauen-lassen hätte noch direkter sein können und auch der einfache Wechsel müsste noch durchlässiger werden. Als Endnote schlug eine 8,3 zu Buche. Bronze ging gleich an zwei Paare: Maike Noormann und Double Cream WE v. Double Diamond-Choco Cracker (Weser-Ems, Z.: ZG Hartmann) und Antonia Busch-Kuffner mit Golden Nugget v. Golden West NRW-Nabucco R (Westfalen, Z.: Mareike Teeken, B.: Mila Liesenfeld) jeweils mit 8,2. (mst)