Warendorf: Gold Garant vergoldet sich
Gold Garant wird Bundeschampion der fünfjährigen Dressurponys.
Die Finalqualifikation der fünfjährigen Dressurponys hatte es schon in sich. Zahlreiche vielversprechende Ponys, wobei sich an der Spitze ein spannendes Duell zweier Ausnahme-Ponyhengste zeigte. Gold Garant und Darf ich bitten NRW – Zwei von ihrem Typ völlig unterschiedliche Hengste, beide wahre Ausnahmetalente. Dieses erwartete „Duell“ zeigte sich auch im Finale, wobei sich Gold Garant (v. Golden Grey – FS Champion de Luxe, Z.: Alicia Mengelkamp) unter dem Sattel von Sophia Duen in wahrlich überlegener Art und Weise durchsetzte, gar machte er seinem Namen aller Ehre. Einst gefeiertes Rekord-Auktionsfohlen und Westfälischer Siegerhengst, nun Westfalen-Champion und Bundeschampionats-Finalist 2023 tanzte sich dabei unter seiner gefühlvoll einwirkenden Reiterin Sophie Luisa Duen wahrlich in die Herzen der Zuschauer. So feierten diese den kleinen Ponymann nach der Prüfung gebührend und Kommentatorin Nicole Nockemann begann: „Das war eine beeindruckende Runde und das Publikum feiert Euch völlig berechtigt“. Sie setzte fort: „Dieser Trab, dieses Hochmaß an Elastizität, diese fließende Bewegung und Mechanik belohnen wir mit einer 9,5“. Auch der Schritt zeigte sich von Anfang bis Ende fleißig schreitend mit großem Übertritt und einer großen Losgelassenheit (9,3). „Der Grundgalopp ist auch mit den guten Prädikaten von Gleichmaß, Bergauftendenz und Untersprung gekennzeichnet. Für die weitere Ausbildung darf der Galopp in den versammelten Momenten noch mehr an Tragkraft bekommen“, erläuterte Nicole Nockemann (8,8). Bei der Durchlässigkeit punktete das harmonische Seitenbild bei einem stets aufmerksamen und motivierten Pony. Minimale Abstriche mussten mit einem noch nicht ganz ausgereiften einfachen Galoppwechsel sowie einem leichten Herausheben beim Angaloppieren gemacht werden (8,5). In der Perspektive vergaben die Richter Jürgen Hagenheimer, Harry Lorenz und Kerstin Holthaus eine völlig berechtigte 9,0, was zu einer Endnote von 9,02 führte. Ein Ausnahmetalent, von dem man sicherlich noch viel hören wird.
Auf Rang zwei folgte der Zweitplatzierte der Finalqualifikation. Der letztjährige Bundeschampion der vierjährigen Reitponys, Darf ich bitten NRW (Dallmayr – Der feine Lord, Z.: Marion Gräfin von Stauffenberg). Auch bei diesem Ponyhengst handelt es sich um ein wahres Ausnahmetalent, der heute von Carolina Miesner meisterhaft in Szene gesetzt wurde. Darf ich bitten NRW, einst Prämienhengst der Alsfelder Körung und Westfalenchampion, verfügt ebenso über eine beeindruckende Trabmechanik mit viel Schulterfreiheit und aktiven Hinterbein (8,8). Ein echtes Highlight bildete der losgelassene, große Schritt, welcher mit einer 9,0 belohnt wurde. Auch im Galopp zeigte sich eine tolle Mechanik, hier und da könnte der Ponyhengst noch besser durchspringen (8,5). „Du hast uns hier wieder einen kleinen Star mitgebracht. Es war eine sehr präzise gerittene Vorstellung. Der Trab unglaublich energisch abfußend mit guter Schwebephase. Der Schritt war beeindruckend, weil sich hier eine ganz groß Schulterfreiheit zeigte. Der Galopp genauso kraftvoll wie der Trab, vielleicht darf es in den versammelten Reprisen noch etwas mehr Durchsprung sein“, erläuterte Nicole Nockemann. Eine kleine Unsicherheit vor dem Angaloppieren, ein nicht ganz durchlässiges Rückwärtsrichten und ein nicht ganz losgelassener einfacher Galoppwechsel führten in der Durchlässigkeit zu kleinen Abstrichen (7,9). Im Gesamteindruck stand eine (8,5). Auch in der Endnote stand eine 8,5. Auf den Bronzerang reihte sich, wie auch schon in der Finalqualifikation, Filippa Jager Jensen mit Craig (v. Cockney Cracker WE – Gino Brown N, Z.: Ralf Hansen) ein. Dieses Paar wurde für eine sehr durchlässige und harmonische Runde mit einer Endnote von 8,44 belohnt. Maja Osterhaus mit Ninja Warrior (8,34) und Filippa Jager Jensen mit Darboven K WE (7,9) komplettierten die Top5.