WM-Finale der sechsjährigen Dressurpferde: Die Dänen haben es durchgezogen!
In Verden sind die ersten Finalentscheidungen bei den FEI WBFSH Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde gefallen. Im Finale der sechsjährigen Dressurpferde präsentierten sich 15 Pferde. Dabei stellten die Zuchtbücher KWPN (Niederlande) und Dansk Varmblod (Dänemark) mit je vier Teilnehmern die größten Kontingente. Die deutschen Zuchtverbände Hannover, Oldenburg und Westfalen stellten je zwei Bewerber, Schweden und Belgien je einen. Der Hengst mit den meisten Nachkommen war Lord Europe, der drei Nachkommen lieferte, die für Oldenburg, Dänemark und die Niederlande starteten. Auch Secret war mit zwei Finalisten vertreten.
Und wie schon in der Finalqualifikation, so haben die Dänen auch im WM-Finale absolut abgeliefert: Vorne stand uneinholbar der in Dänemark gezogene braune Wallach Faustino G (v. Farrell-Sezuan-Salomon-Wolkenstein II-Golfclub-Wendenburg-Winnetou, Hann. Stamm 222/Danksagerin bzw. Notera, Z. u. B.: Helene Geervliet, Stutteri G./DEN) unter Bettina Jaeger mit der Wertnote 9,26. In Einzelnoten erhielt er die 9,7 für den Trab, 8,7 für den Schritt, 8,8 im Galopp, 8,8 für den Gehorsam und 9,5 für die Perspektive, was zu einem Total Score von 91 Prozent führte. Schon im vergangenen Jahr hat der Farrell-Sohn auf sich aufmerksam gemacht und Platz vier bei der WM in Verden im Lager der Fünfjährigen belegt. Die Züchterin und Besitzerin Helene Geervliet kennt das Gefühl, WM-Titel zu gewinnen. Quinn G, die sich im vergangenen Jahr ihren dritten WM-Titel gesichert hat, stammt ebenfalls aus ihrer Zucht.“ Seit dem vergangenen Jahr habe Faustino noch mehr Kraft bekommen, sagt die Reiterin Bettina Jaeger. „Deshalb hat der Trab und der Galopp noch mehr an Ausdruck und Balance gewonnen. Er brauchte nur noch ein bisschen Zeit, auch weil er ein großes Pferd mit langen Beinen ist“. Auch der Fuchshengst Daan G. stammt aus ihrer Zucht. „Ich entscheide nach dem Herzen, nehme aber auch einen guten Rat an!“, sagte sie nach dem WM-Titel vor der Presse.
Zweite wurde die Dänenstute Dizzy (v. Donkey Boy-Zack-Londonderry-Weltmeyer-Bolero-Großfürst, Hann. Stamm 677/Walddirndl, Z.: Hesselhøj.dk ApS, B.: Helgstrand Dressage). Merita Hagren stellte die Stute vor, die für den Schritt 9,5 und für die Perspektive eine 9,3 erhielt. Rang drei ging an Beatrice Arturi und den dunkelbraunen hannoverschen Hengst Sir Gribaldi (v. Secret-All Inclusive/T.-Lauries Crusador xx-Weltmeyer-Wendekreis-Cardinal xx-Duft II-Abhang I, Hann. Stamm 805/Schmugglerin bzw. Dodica, Z.: ZG Aronis/Janßen, B.: Gestüt Sprehe, Löningen-Benstrup) somit auf Rang drei. Platz vier ging an den Niederländer Pythagoras WK (v. All at Once-Vitalis) mit Franka Loos, Fünfte wurde Mette Sejbjerg Jensen mit dem Dänen Straight Horse Leonardo (v. Lord Europe). Rang sechs ging an den westfälischen Körsieger V-Power (v. Viva Gold-Fidertanz-Show Star-Florestan I-Argwohn I, Westf. Stamm 220/Addi, Z.: Bernd Goeke, B.: Helgstrand Dressage) unter dem Sattel von Isabell Werth. Weitere Finalisten stammten (neben den bereits erwähnten Vätern) ab von Suarez, Governor, Romanov, Bon Courage, Toto Jr. und Vitalis. Ein besonderes Kompliment gebührt Jury-Mitglied Knut Danzberg, der die Eindrücke der Richter fachlich hoch kompetent, flüssig und pointiert in englischer Sprache zusammenfasste.