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von Claus Schridde am Samstag, 29.08.2026 um 20:11

Pommery Look OLD bestätigt Bestform

Vierjährige Stuten und Wallache:

Pommery Look OLD unter dem Sattel von Alina Schneider führt das Finale der vierjährigen Stuten und Wallache an.  /  © Christian Beeck

Zum ersten Mal wurde das Finale der vierjährigen Reitpferde als Dressurpferdeprüfung ausgetragen, die von den acht in einer Reitpferdeprüfung qualifizierten Teilnehmern einzeln in einem 20x60-Meter-Viereck zu absolvieren war. Nach Verbänden verteilt, waren es drei Oldenburger, je zwei Hannoveraner und Westfalen und ein DSP-Pferd (Sachsen-Thüringen), die dieses neue Final-Format bestritten. Der Sieg ging – wie schon in der Qualifikation – an Alina Schneider (RuFV. Lohne) mit der Oldenburger Stute Pommery Look OLD (v. Florida TN-Sir Donnerhall I-Lavauzelle AA-Inschallah AA-Praefectus xx-Lak ox, Z. u. B.: Christine Arns-Krogmann, Lohne)  mit der Endnote von 9,08, wobei der Galopp mit 9,5 der Höhepunkt war. Die Dunkelbraune stammt aus einem russischen Vollblut-Araberstamm. Dahinter (8,74) rangierte Thomas Schulze mit der braunen Westfalenstute Spezialeffekt (v. Segantini-Lemony’s Nicket-Scolari-Laureus-Diamantino-Gottwalt-Römer, Westf. Stamm 466/Nixe, Z. u. B.: ZG Wehr u. Schulze, Georgsmarienhütte).

Die Plätze drei und vier gingen jeweils an Nachkommen des Moritzburger Landbeschälers Fair Deal, der nach schon beachtlichen Auftritten mehrerer Töchter beim DSP-Festival nun auch in Warendorf ein deutliches Ausrufezeichen zu setzen verstand. Dritte (8,28) wurde die in Sachsen-Thüringen gezogenen DSP-Stute Fenya-Fee (M. v. Millennium/T.-Gipsy King/T.-Werenfels-Distrikt-Ralf/T., Z.: Dirk Schmidt) mit Laurien Martin (Gebroth); Vierte die Dänin Mette Sejbjerg mit dem Hannoveraner Fair Game (M. v. Escolar-Licotus-Don Bosco-Archipel, Hann. Stamm 158/Anweisung bzw. Colonne, Z.: Ingo Könemann) .

Dazwischen rangierte an fünfter Stelle (8,2)  Moritz Gehrmann (Gestüt Brodersdorf) mit der pompös aufgemachten braunen Oldenburger Stute Emma Gold OLD (v. Bon Vivaldi NRW-Rohdiamant-Ex Libris-Grundstein II-Futuro-Makuba xx, Oldbg. Stamm 46/Edoste, Z.: Heinz Ahlers, Hatten). Die weiteren Plätze gingen an Sina Aringer (RFV. Ostbevern) und den großrahmigen Rappwallach Soul Mate XT OLD (v. San Amour I-Foundation-De Niro-Watzmann-Absatz-Julius Caesar xx-Agram, Hann. Stamm 756/Pille, Z. u. B.: Dr. Stefan Tietje), Leslie Rohrbacher (Iserlohn) mit der schwarzbraunen Hannoveraner Stute Salvina (v. Santos-Finest-Don Frederico-Londonderry-Weltmeyer-Werther-Waldhorn-Eljen, Hann. Stamm 1011/Napa, Z. Hartwig Bulle, Cuxhaven-Lüdingworth) und Christiane Ulmker (ZRFV. Hubertus Neuenkirchen) mit der aus eigener (westfälischer) Zucht stammenden Vorjahres-Championesse der Dreijährigen, Be My Sunshine NRW (v. Benicio-For Dance-Ehrenstolz-Laurentianer-Fagott-Frühlingsrausch, Hann. Stamm 888/Königsseele bzw. Wolke).

Nicht alle Pferde haben sich alleine in dem großen Viereck wohlgefühlt und brachten das auch zum Ausdruck, doch die Richter sind sehr wohlwollend mit diesen Unbilden umgegangen. Unabhängig davon, ob dieses von vielen Reitern, Besitzern und auch Besuchern mit Sorge und Zweifeln betrachtete neue Prüfungsformat zukunftsfähig sein wird oder nicht, gebührt Katrin Burger, die zum ersten Mal dem Richterteam am Reitpferdeplatz angehörte, ein besonderes Lob. Sie hatte in der Vergangenheit selbst viele Pferde und insbesondere Hengste auf dem Warendorfer Reitpferdeplatz vorgestellt und kommentierte nun die Ritte auf das Angenehmste mit fachlich allergrößter Expertise, detailreich und klar begründet. Es war ein Genuss! 

Claus Schridde (Redaktion)

Zuchtexperte, Fachjournalist, Züchter und Pferdemann durch und durch, mit schier unendlichem hippologischem Fachwissen bereichert er jede ZÜCHTERFORUM-Ausgabe, auch als Richter und „Mikrofon-Stimme“ bestens in der Szene bekannt.

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