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Samstag, 02.07.2022 um 15:47

Weilheim: Glanzvolle Auftritte im Viereck

Baden-Württembergs neue Dressurpferde- und Reitpferdechampions stehen fest
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Den Anfang machten heute, am Finaltag der HÖVELER Landeschampionate in Weilheim, die fünfjährigen Dressurpferde. Neun Paare hatten sich in die Starterliste eingetragen. In der Prüfung ging es nicht nur um den Landestitel, sondern auch um die Qualifikation zu den HKM Bundeschampionaten. Mit einer Wertnote von 8,5 siegte die Hannoveranerstute Riminis Queen v. Revolution-Ehrentanz I aus der Zucht und in Besitz des Gestüts Greim. Im Sattel hatte Ilsemarie Berkenbusch Platz genommen. Bei der Kommentierung geriet Dr. Dietrich Plewa regelrecht ins Schwärmen: „Das ist eine richtige Granate!“ brach es aus ihm heraus. Riminis Queen zeigte im Trab eine außergewöhnlich gute Kadenz bei bester Schwungentwicklung, der Galopp war immer im bergauf und durch den Körper gesprungen angelegt,d er Schritt wunderbar durch den Körper schreitend – für alle drei Grundgangarten gab es die 9,0. Trotz ihrer Größe zeigte die Stute eine enorme Versammlungsbereitschaft. Ein Umspringen nach der Galoppverstärkung minderte das Ergebnis nur minimal. Auf Rang zwei folgte der neue Landeschampion: DSP-Hengst Montgomery v. Morricone I-Foundation (Z.: Reinhold Marschall, B.: Thomas Casper). Die Erfolgsbilanz des bewegungsstarken Hengstes ist beeindrucken: Nach seiner Körung in München folgte der Landes- und DSP-Titel 2020, ein Jahr später wurde er DSP-Vizechampion. Heute imponierte Montgomery einmal mehr mit seiner überragenden Trabbarbeit (9). Hochelastisch, mit viel Schulterfreiheit ausgestattet zeigte er sich, in den Verstärkungen war das absolute Gleichmaß bemerkenswert. Im Schritt gefiel der gute Vortritt aus der Schulter, bei gutem durch den Körper Schreiten (8,5). Im Galopp ließ er eine sehr gute Versammlungsbereitschaft erkennen, ein kurzes Umspringen nach dem Mittelgalopp wirkte sich nur leicht negativ auf die Note aus,. Insgesamt schlug für den neuen Champion eine 8,3 zu Buche. Und noch ein drittes Pferd schaffte es, die magische 8,0-Marke als Qualifikationsanforderung für das Bundeschampionat zu überschreiten: Vize-Champion Firefly v. Fair Game-Fürst Heinrich (Z.: Gebhard Geiger, B.: Thomas Casper) unter Anna-Lisa Schepper. Letztes Jahr wurde Firefly mit dem Landestitel dekoriert, dieses Jahr zeigte er sich deutlich gereift, musste sich aber den beiden erstplatzierten geschlagen geben. Für ihn gab es eine Endnote von 8,1.

Im Sattel des neuen Landeschampions der Sechsjährigen sitzt ebenfalls Nicola Haug. Sie pilotierte den Topas-Lord Leopold-Sohn Birkhof’s Thapelo FBW mit einer Endnote von 8,3 auf Rang eins der Prüfung. Thapelo stammt aus der Zucht der ZG Martin und Simone Meder und steht in Besitz von Thomas Casper. Thapelo wurde bereits 2019 Vizelandeschampion und auch Vize-DSP-Champion, sowohl 2020 als auch 2021 konnte er sich für das Bundeschampionat qualifizieren – 2020 stand er im stark besetzten Finale. Dr. Plewa bescheinigte Thapelo eine gute Perspektive. Besonders im Trab (8,5) gefiel der Hengst mit viel Schulterfreiheit und sehr guten Trabverstärkungen. Der Schritt war klar geregelt vorgetragen und dabei gut durch den Körper fließend (8,5). Höhepunkt war die Galopptour (9,0): super im bergauf, mit einem fleißig durchfußenden Hinterbein, zeigte Thapelo seine hohe Versammlungsbereitschaft. Auch die Lektionen der Klasse M gelangen Thapelo vorbildlich. Die Seitengänge waren sehr gut vorgetragen, lediglich der zweite fliegende Wechsel misslang, was die Note etwas schmälerte. Dennoch eine souveräne Vorstellung des neuen Landeschampions! Auf Rang zwei landete EMH Rock’n’Rose v. Rock my Soul-Sir Donnerhall I (Z.: ZG Ekkehard und Maria Hellstern, B.: Silvia Walter) unter Anna-Lisa Schepper. Für sie gab es eine Endnote von 8,1. Damit schafften sowohl Thapelo als auch Rock’n’Rose die magische 8,0-Hürde auf dem Weg zum Bundeschampionat!

In der Dressurprüfung der Klasse S für sieben- bis neunjährige Pferde wurde traditionell das Goldene Band an das beste in Baden-Württemberg gezogene Pferd vergeben. Die neue Championesse ist auch gleichzeitig die Siegerin der Prüfung: Die siebenjährige DSP-Stute Louane v. Lemony’s Nicket-Laurentio (Z.: Mathhias Schönenberger, B.: Marie Schaudt) unter dem Sattel von Jasmin Schaudt. Die Beiden setzten sich heute mit 69,881% an die Spitze des Feldes. Louane hatte nach einigen S-Platzierungen in dieser Saison erst vor kurzem in Winterlingen ihren ersten S-Sieg eingefahren. Rang zwei ging in Weilheim an Javino S v. Davino-Briljant (KWPN, Z.: L.E. van de Moere, B.: Dr. Tanja Schlegel) unter dem Sattel von Hayley Beresford, vor dem zweitbesten Pferd der Landeszucht, FBW Final Result v. Franziskus-Royaldik (Z.: Bernhard Schumm, B.: Dr. Susanne Blessing) unter Marc-Oliver Blessing.

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Am Nachmittag standen die Finalprüfungen bei den Reitpferden auf dem Programm. Den Anfang machten die Jüngsten – die dreijährigen Stuten und Wallache. Wie schon in der Qualifikation, setzten sich Selected und Lisa Horler an die Spitze des Feldes! Der Secret-Gardez-Sohn stammt aus der Zucht von Carina Zincke und steht in Besitz von Josef Wörner. Im Trab (9,) und Galopp (9,5) bewegte sich der sympathische Wallach stets schwungvoll und gut durch den Körper schwingend. Vor allem die Galopptour beeindruckte: Immer im bergauf und stest ausbalanciert auch in den Wendungen – toll für einen Dreijährigen! Der Schritt war geregelt, wobei sich Selected hier etwas umweltorientiert zeigte. Diese leichten Spannungen schmälerten die Note etwas (7). Insgesamt zeigte der neue Landeschampion aber eine überaus ansprechende Runde, bewegte sich geschlossen und stets gut in der Anlehnung stehend – Gesamtnote 8,3. Irina Oberthür saß heute im Sattel der Vize-Championesse: Eternal Flame, eine Tochter des Escolar aus einer Belissimo M-Mutter (Z.: Christian Heideker, B.: Irina Oberthür). Im Trab und Galopp bewegte sich die Stute dynamisch und fleißig abfußend, in den Verstärkungen konnte sie sich sogar noch weiter steigern. Sie zeigte sich in ihrer Ausbildung als altersgemäß gefördert und nahm die Hilfen willig an. Als Gesamtnote schlägt damit eine 8,0 zu Buche.

Als nächsten waren die vierjährigen Stute und Wallache an der Reihe. Mit einer Gesamtnote von 8,2 sicherte sich Fürst Fabuloso v. Fürstenball-Alassio’s Boy unter Christina Winkeler den Landestitel! Der noble Wallach aus der Zucht von Anton Herre und in Besitz von Sophia Deinböck stehend, überzeugte die Richter mit seinen unheimlich elastischen, schwungvollen Grundgangarten. Der Trab war dynamisch und ausdrucksstark, lediglich das Sprunggelenk hätte man sich noch etwas mehr unter den Körper gewünscht (8,5). Der Galopp war gut im bergauf, die Verstärkungen rhythmisch und stets gut im Gleichmaß – ebenfalls 8,5. Besonders gefiel, dass Fürst Fabuloso die Qualität der Gangarten auch am langen Zügel zeigen konnte. Mit einer Gesamtnote von 8,1 nur knapp geschlagen: Vize-Champion Sir Copperfield v. Secret-Belantis I (Z.: Heike Gehrung-Kauderer, B.: Thomas Casper) unter Lisa Casper. Er glänzte mit einer fantastischen Trabmechanik, der Galopp war stets im bergauf, in den Galoppverstärkungen ließ der Wallach viel Raumgriff erkennen. Lediglich im Schritt fehlte dem Rappen heute die letzte Losgelassenheit.

In der letzten Prüfung des Tages traten die beiden vierjährigen Hengste gegeneinander an. Mit der Schärpe des Landeschampions wurde Delito v. Danone I-Lord Leopold (Z.: ZG Elisabeth und Stefan Heimpel, B.: Thomas Casper) dekoriert. In Szene gesetzt wurde der ausdrucksstarke Hengst von Anna-Lisa Schepper. Delito zeigte sich im Trab gut geregelt und energisch abfußend, in den Trabverstärkungen fußte er in der Hinterhand allerdings noch etwas breit – 8,0 für den Trab. Der Galopp war sicher im bergauf vorgetragen (8), der Schritt stets gelassen schreitend (8). Delito reagierte vorbildlich auf die Hilfen und bewegte sich während der gesamten Prüfung in feiner Anlehnung. Seine Endnote lautet 8,3. Mit 7,7 avancierte Delicado v. Destano-Disco-Tänzer (Z.: Franz Biesinger, B.: Saskia Evertz UG & Co. KG) unter Dennis Georg zum Vize-Champion. Der Hengst zeigte sich schwungvoll im Trab (7,5) und Galopp (8), wobei man sich etwas mehr Schwebephase gewünscht hätte.

Die Champions unter dem Sattel sind ermittelt, morgen richtet sich der Blick auf die Stuten. Die Franz-Strahl-Schäfer-Schau steht auf dem Programm! Los geht’s um 9,00Uhr.

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