Grace Kelly ist die Königin
Zwölf prämierte Stuten aus dem gesamten Bundesgebiet standen im Katalog zur Auswahl der diesjährigen Jahressiegerstute. Dabei hatten Hengste der Station Poll (Hörem) die größten Kontingente parat: Ivanhoe stellte vier und Schwarzgold drei Töchter und damit mehr als die Hälfte für dieses alljährlich im Rahmen des Hengstmarktes ausgetragene Highlight. Die Jury bestand aus der bekannten Championatsreiterin Eva Möller, Westfalens Zuchtleiter und Auktionator Thomas Münch und Frank Bangert als mitglied der Trakehner Stuteneintragungskommission, die aus den acht schließlich angetretenen Stuten drei besonders herausstellte.
Jahressiegerin 2022 wurde die schwarzbraune Prämienstute Grace Kelly (v. Schwarzgold-Banderas-Sixtus-Testarossa, Fam. O177A Gundel, Z. u. B.: Hella Kuntz und Horst Ebert, Bad Wörishofen bzw. Neckarsteinach), die die Schau eröffnete und bei der Jury offenbar vom Fleck weg einen prägenden Eindruck hinterlassen hatte. Thomas Münch gab bei der finalen Bescheibung ein treffendes Zitat zum Besten, das er vor Jahren als Standnachbar auf der EQUITANA von René Mencke (Gestüt Ganschow) des Öfteren gehört und nie wieder vergessen hatte: "Das Äußere des Trakehners ist das, was dem Inneren des Menschen gut tut!"
Erste Reservesiegerin war die im Zuchtbezirk Schleswig-Holstein als "Beste Stute der Schau" ausgezeichnete Hot Brown (v. Kentucky, Z. u. B.: Gestüt Staffelde), deren Mutter Heavenly Brown (v. Millennium-Le Rouge-Tivano) 2015 als Siegerstute die Bahn verlassen hatte. Zweite Reservesiegerin war die enorm gangstarke Siegerstute im Zuchtbezirk Bayern, Luxusliebe II (v. Freiherr von Stein-Singolo, Z. u. B.: Dr. Andreas Wezel, Burgkirchen). Die weiteren Stuten stammten ab von Ivanhoe (2), Easy Game, Singolo und High Motion.
Trakehner Auktion: Grace Kelly trabt nach Brandenburg
Mit einer Sensation endete die Auktion der Zuchtstuten und Reitpferde: Die frisch zur Jahressiegerstute erkorene Grace Kelly ging zum Spitzenpreis von 157.000 Euro an Monic Schmidheiny vom Gesüt von Bellin (Fehrbellin-Brunne/Brdbg.).
Überhaupt herrschte eine lebhafte Nachfrage nach den Trakehner Reitpferden und Zuchtstuten.
Im Angebot waren acht Kanidatinnen, davon drei Töchter des Schwarzgold sowie zwei Töchter und zwei Enkelinnen (über Ivanhoe) des Millennium. Ergänzt wurde die Kollektion um die aus Litauen stammende und vom Gestüt Ganschow präsentierte Halna (v. Vikis-Oregon), die tags zuvor Zweite im Freispringcup gewesen war. Für 33.000 ging sie ins Gestüt Welvert (Familie Bruch, St. Wendel/Saarland), wo von jeher ein besonderes Augenmerk auf die Trakehner Springpferdezucht gelegt wird. Die acht Zuchtstuten kosteten durchschnittlich 42.500 Euro (Vorjahr: 7/27.714 EUR).
Teuerstes Reitpferd war mit einem Zuschlagspreisvon 82.000 Euro der schwarzbraune achtjährige Wallach Tatanka (v. Saint Cyr-Connery-Consul), der bereits M-erfolgreich war. Zweitteuerste Offerte war der gekörte Hengst Onyx (v. Kentucky-Millennium) vom Gestüt Letter Berg, der 54.000 Euro einspielte und in die USA zugeschlagen wurde.
Die sieben Reitpferde kosteten durchschnittlich 45.714 Euro (Vorjahr: 6/27.416 Euro).Den ausführlichen Bericht zu Körung lesen Sie in der ZÜCHTERFORUM-Ausgabe 1/23.
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