Warendorf: Tag der Titelverteidigungen
Bei den vierjährigen Reitponystuten und -wallachen gab es heute Morgen direkt eine Titelverteidigung zu bejubeln. Highlight’s Daily Joy v. Dallmayr K-Manchester United (Weser-Ems, Z.: Paul Pottebaum, B.: Sabine Sauerwald, Lina Fischer) setzte sich unter ihrer Ausbilderin Tanja Fischer erneut durch. Von der Bemuskelung und plastischen Aufmachung her sicher eine Stute, die noch voll in der Entwicklung steht. Allerdings hatte sie ein Fohlen bekommen, sodass dieser leichte „Rückstand“ gegenüber den anderen Ponys mehr als verständlich ist. Auf das Exterieur vergaben die Richter eine 8,5. Der Trab war wunderbar engagiert und gleichmäßig vorgetragen, bei viel Go und einer ansprechenden Elastizität – 8,5. Im Galopp wünschte man sich noch eine etwas ausgeprägtere Schwebephase und etwas mehr bergauf. Dies sind allerdings alles Merkmale, für die die Stute noch mehr Kraft und Training bräuchte. In der Grundanlage attestierten ihr die Richter daher trotzdem einen tollen Galopp, 8,0. Der Schritt war das Highlight der Vorstellung: viel Raumgriff, absolut taktstabil bei viel Vor- und Übertritt – 9,0. Das sehr gut gab es schließlich auch für die Rittigkeit, für ein sehr engagiertes Pony, stets energisch abfußend, vielleicht etwas mehr Unabhängigkeit von der Reiterhand würde man sich wünschen. 8,6 lautete das Endergebnis der neuen (alten) Bundeschampionesse. Silber ging mit einer Endnote von 8,5 an Ninja Warrior M v. FS Numero Uno-D-Day AT (Hannover, Z.+B.: Isabell Mertens) unter Jasmin Schulte-Ortbeck. In puncto Rittigkeit kratzte der Wallach an der Maximalnote – 9,5 heimste er ein. Für den gut durchgesprungenen Galopp und den taktsicheren Schritt gab es die 8,5, Trab und Exterieur wurden mit 8,0 bewertet. Mt eng rangierten Feld folgte auf dem Bronzerang Right and Sugar v. FS Mr. Right-Kaiserstern (Bayern, Z.: Andreas Meyer, B.: Gabriela Nöhbauer) unter Wenke Kraus. Für die Beiden gab es durchweg die 8,5, für den Schritt die 8,0, macht 8,4 als Endergebnis.
Und auch bei den vierjährigen Reitponyhengstes hieß es Titelverteidigung geglückt und wieder saß Tanja Fischer im Sattel: Darf ich bitten NRW v. Dallmayr K-Der feine Lord AT (Westfalen, Z.: Marion Stauffenberg, B.: Dressurstall Fischer, Lukas Fischer) hatte schon die Qualifikation gewonnen. Der Hengst verließ seine Körung in Alsfeld 2021 als Prämienhengst, war 2022 Westfalenchampion und Bundeschampion. Nun folgt ein weiterer Titel in seiner Sammlung. Die Richter lobten den bildschönen, harmonischen Hengst, mit seinem korrekten Fundament und der tollen Halsung, 9,0 für das Exterieur. Der Trab ist von exzellenter Qualität, super geschlossen, kraftvoll abfußend mit einer weit unter den Schwerpunkt tretenden Hinterhand. Auch die Fremdreiterin attestierte den tollen Schluss aus der Hinterhand – 9,5 für den Trab. Der Galopp wurde mit 9,0 bewertet, da er fleißig durchgesprungen, immer im Gleichgewicht und mit deutlichem Engagement der Hinterhand vorgetragen wurde. Der Schritt war taktmäßig, schreitend, könnte aber noch etwas mehr Übertritt vertragen, 8,5. Von der Rittigkeit her ließ der Hengst kaum Wünsche offen, zeigte sich sehr geschlossen, auch wenn man sich vielleicht etwas mehr Maultätigkeit wünschen würde, 9,0. 9,0 das ist auch die Endnote des Bundeschampions! Zum Vize-Titel pilotierte Mareike Mimberg-Hess Chocoversum v. Cosmopolitan-FS Dior de Luxe (Westfalen, Z.: Werner Bussmann, B.: Kerstin Klose). Für ihn gab es dreimal die 9,0, für den ausdrucksstarken Trab, den gut im bergauf angelegten Galopp und für das Exterieur. Schritt und Rittigkeit wurden jeweils mit 8,0 bewertet, sodass ein Endresultat von 8,6 zu Buche schlug. Bronze geht nach Weser-Ems: Wenke Kraus und Darboven K WE v. Dallmayr K-FS Champion de Luxe (Z.: Hermann Koopmeiners, B.: Stals Magic Aps v/Mia Lee) wurde mit 8,5 belohnt. (mst)