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Samstag, 02.12.2023 um 18:58

Trakehner Hengstmarkt 2023:

Erneut Siegerhengst von Helium
Der Trakehner Sieger 2023 heisst Kap Verde. Foto: Lafrentz  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Mit einer großen Ausbeute von 19 gekörten Hengsten (und damit deutlich mehr als in den Vorjahren) endete der 61. Trakehner Hengstmarkt in Neumünster, folglich gab es auch die vergleichsweise hohe Anzahl von sechs Prämienhengsten.

Zum Siegerhengst erkor die Kommission den dunkelbraunen Kap Verde (v. Helium-Ivernel-Charly Chaplin-Arogno, Fam. O23A zu Dohna-Schlobitten, Z.: ZG Dr. Rudolf Trenschel u. Silke Ottmann-Trenschel, Essen). Eine besondere Doublette, denn Ausstellerin war Jill Mieleszko-Vekens (Paderborn), die erst vor drei Jahren den Siegerhengst Rheinglanz stellen konnte, der ebenfalls von Helium abstammte. Er war an allen Tagen in der Spitze des Körlots angesiedelt und vermochte sich von Auftritt zu Auftritt zu steigern.

Als erster Reservesieger wurde Time's Square (v. Integer-Dramatiker-Humanus-Caanitz, Fam. O156A Trude, Z.: Madlen Mager, Brakel; B.: Bernhard Langels, Schäplitz), der vom ersten Moment an zur Spitze des Jahrgangs zählte. Viel Hebel und Motor zeichnen ihn aus.

Zweiter Reservesieger war der schwarzbraune Kairouan (v. Schwarzgold-Latimer-Kennedy-Kastilio, Z.: ZG Schneider/Breithecker, Beselich), Vollbruder des gekörten Kronberg, Prämiert wurden de Hengste Barino (v. Kronberg-Empire State-Connery), Donauschwarm (v. Millennium-Elfenstein-Tambour) und der auffallend bunte Fuchs mit dem bezeichnenden Namen Alle Farben (v. Tecumseh-Waitaki-Inster Graditz-Ralf).

 

Als bester Springhengst wurde der Schimmel Tiago (v. Cook du Midour AA-Hirtentanz-Humanus-Caanitz, Fam. O156A Trude, Z.: Madlen Mager, Brakel, B.: Treuhandstiftung TIO 2032, Windhagen), der hinsichtlich seiner Veranlagung,  Einstellung, Manier und Vermögen auf jedem anderen Körplatz in der Spitze mithalten kann. Er wurde von Roland Metzler in Neumünster präsentiert und der bekannte Ausbilder erhielt den begehrten 300-Euro-Scheck des ZÜCHTERFORUMS als bester Vorführer der Körung. Einen Sonderehrenpreis gab es auch für den sympathisch auftretenden und mit 75 Prozent Araber-Anteil gezogene braune Ataman (v. Pagur ox-Troupier x-Wettsport-Kalif). Der Züchter Ruger Westphal aus Metelsdorf erhielt den Eberhard-von-Velsen-Gedächtnispreis für den gekörten Hengst mit dem höchsten Edelblutanteil.

Auch der Arabersohn Bahrain (v. Arian Shah ox), dessen Züchterin Corinna Knaack-Lindemann den Sonderehrenpreis für den besten in Holstein gezogenen Hengst erhielt, wurde somit besonders geehrt.

Gekört wurden weiterhin Söhne der Hengste All Inclusive, Ganderas, Göteborg, Integer, Kasimir, Lossow, Millennium (2), Perpignan Noir und der bereits dreijährige Fuchs Dramatic Dancer (v. Goldschmidt-Handryk).

Die frisch gekürte Jahressiegerstute im Kreise ihrer Züchter- und Besitzerfamilie Michaela, Max und Gerd Böhn. Foto: Lafrentz  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Bereits am Freitag war das Freispringen der Trakehner Hengste unter der Leitung von Jan Meves ging in der Holstenhalle zügig vonstatten: Kein Hengst wirkte überfordert, sicherlich fiel hie und da mal eine Stange (acht insgesamt). Hengste, die mehr erwarten ließen, wurden höher geprüft, und für solche, die sich nicht unbedingt als Springwunder präsentierten, war es eine Gehorsamsübung, die das Gros der Kollektion ansprechend absolvierte. Am Ende war man deutlich vor der kalkulierten Zeit fertig, was dem Publikum eine großzügige Mittagspause und der Gastronomie entsprechend Umsatz  verschaffte.

Highlight des Tages war unbedingt der sppätere Beste Springhengst Tiago. Weitere besondere Springtalente waren 

Weitere besondere Springtalente waren der sympathisch auftretende und mit 75 Prozent Araber-Anteil gezogene braune Ataman (v. Pagur ox-Troupier x-Wettsport-Kalif) und der auffallend bunte Fuchs mit dem bezeichnenden Namen Alle Farben (v. Tecumseh-Waitaki-Inster Graditz-Ralf).

Vermisst wurden im Körkatalog die Lebensnummern der Hengste, ebenso die von deren Eltern, die einem auf den ersten Blick das Alter verraten. Es bleibt zu hoffen, dass diese durchaus nützlichen Informationen 2024 wieder enthalten sind.

Auswahl zur Trakehner Jahressiegerstute:

Rose la France ist die Königin

15 prämierte Stuten aus dem gesamten Bundesgebiet standen im Katalog zur Auswahl der diesjährigen Jahressiegerstute. Dabei hatte Millennium (Gestüt Sprehe bzw. Sächsische Gestütsverwaltung, Landgestüt Moritzburg) als der prägende Hengst der letzten Jahre mit vier Töchtern auch das größte Kontingent parat. Sein Sohn Ivanhoe Station Poll (Hörem) stellte drei Töchter für dieses alljährlich im Rahmen des Hengstmarktes ausgetragene Highlight. Die Jury bestand aus dem NRW-Landstallmeister Dr. Felix Austermann, Oldenburgs Vermarktungsleiter Roland Metz und Frank Bangert als mitglied der Trakehner Stuteneintragungskommission, die aus den zwölf schließlich angetretenen Stuten drei besonders herausstellte und wechselweise kommentierte.

Jahressiegerin 2023 wurde die auffallende bunte Fuchsstute Rose la France (v. Fellini-Connery-Biotop-Caprimond-Vers I-Altgesell, Fam. E5B Rally/Sperber-Lenken, Z. u. B.: Michaela Böhn, Harsefeld), zuvor Siegerstute der zentralen Stuteneintragung im Zuchtbezirk Niedersachsen-Hannnover. Das Publikum feierte die enorm antrittsstarke Stute frenetisch, so wie jede Stute übrigens mit großem Applaus begleitet wurde. Große Emotionen auch bei Familie Böhn: Ein solches Pferd züchtet man schließlich nicht alle Tage!

Reservesiegerin wurde die Bronzemedaillengewinnerin der letzten Bundeschampionate, nämlich die fein linierte Schimmelstute Replica (v. Ivanhoe-Summertime-Tuareg-Seeadler, Familie O314 Renette/Specht-Arnsfelde, Z.: Monica Lindstedt, Stockholm/SWE). Sie ist eine Enkelin der hochklassigen Schimmelstute Renaissance Fleur/Monica Theodorescu und war Reservesiegerin der zentralen Stuteneintragung im Zuchtbezirk Schleswig-Holstein.

Der I c-Preis ging an die "Beste Stute der Schau" im Zuchtbezirk Westfalen, nämlich Kalahari (v. Millennium-Glücksruf I-Kostolany-Banditentraum, Fam. T7A1 Kassandra, Z.: Ilonka Danowski, Dierstorf).

Den Endring der besten sechs Stuten erreichten weiterhin Töchter der Hengste Herakles und Millennium (2).

12. TSF-Dressurchampionat:

Kwahu mit Vorsprung vorn

Acht Paare gaben sich zum diesjährigen TSF-Dressurchampionat ein Stelldichein. Diese zeigten durchweg überzeugende Leistungen. Den Sieg (73,9 %) holte mit deutlichem Vorsprung der siebenjährige schwarzbraune gekörte Hengst Kwahu (v. Millennium-Münchhausen, Z.: Ines Eisold, Ahrensfelde, B.: Margret Eisner) mit der Olympiareiterin Helen Langehanenberg im Sattel. Rang zwei (70,83 %) ging an die achtjährige Braune Infinity (v. Zauberlord-King Arthur, Z.: Pius Harlacher, Oberhausen-Rheinhausen, B.: Ann Kathrin Kemmerer, Wiesental) mit Timo Kemmerer. Der dritte Platz ging an Natalie Soujon mit Krone (v.Kentucky-Tuareg, Z.: Elke von Lingelsheim, Rondeshagen) und auf Platz vier folgte Kim Pfeiffer mit dem gekörten Hörsteiner Hauptvererber Speedway. Die besten drei sind am Samstag im Kür-Finale zu sehen. Als Richter fungierten Marret Maucher (Mellinhausen), Wolfgang Schierloh (Trittau) und Peter Olsson (Oldenhütten). Ob es nun dem Datum geschuldet ist (die Vorweihnachtszeit ist auch häufig Quality Time mit der Familie), dem starken Wintereinbruch in weiten Teilen Deutschlands und in Holstein mit starken Minusgraden im Besonderen oder den Möglichkeiten, das Geschehen in den Holstenhallen im Internet zu verfolgen: Nie zuvor waren es so wenige Zuschauer auf einer Trakehner Körung. Die parallel laufende Hannoveraner Springkörung war es sicherlich nicht. Aber die Trakehner haben immer noch das beste Publikum der Welt! CS

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