Arezzo Man knüpft an Stakkato an
Sensation in Viernheim: Der Württemberger Hengst Birkhofs Arezzo FBW hat bei der Qualifikation zum Bundeschampionat der sechsjährigen Springpferde eine Note von 9,8 bekommen. "Besser geht es fast nicht", schwärmte Pferdewirtschaftsmeister Olaf Peters vom Gestüt Dobel, der gemeinsam mit Peter Illert die Jury bildete. Natürlich wurde gleich in Archiven gekramt - gab es eine solche Bewertung schon einmal?
Recherchen bei den alten Meistern des Springrichterns ergaben: Ja! Reitmeister Kalli Streng und Helmut Hartmann erinnern sich, dass der später berühmt gewordene Hannoveraner Vererber Stakkato unter Eva Bitter Ende der 90er-Jahre die bis dahin unglaublichen Höchstnoten erreichte, im Finale sogar eine 10,0 - als bis heute einziges Pferd mit diesen besonderen Weihen. In den Qualifikationen kam er allerdings nie auf eine 9,8 heran.
2018 war es dann schon mal in Viernheim, dass der Hengst Carlchen aus der Zucht von Hugo Simon in der Qualifikation eine 9,9 erhielt, ebenfalls unter Richard Vogel. Damals richtete auch schon Olaf Peters an der Seite von Kalli Streng.
Jedenfalls ist die 9,8 eine Lebensbestleistung des sechsjährigen letztjährigen Bundeschampions der fünfjährigen Springpferde aus der Zucht des Pforzheimers Christian Kraus. Mit einer 9,3 hatte er sich schon eine Woche zuvor qualifiziert. Auch diesmal saß der Ausnahmereiter Richard Vogel nur einmal vor den Prüfung in seinem Sattel. Das Jahr über wird er auf dem Birkhof dressurmäßig geritten, wo er noch mindestens dieses Jahr im Zuchteinsatz ist.