WBCYH - Ein Europäisches Meisterstück!
Quinn G und Fiona Bigwood gewinnen Qualifikation der Siebenjährigen in Verden
Den Sieg in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft der siebenjährigen Dressurpferde in Verden kann man mit Fug und Recht als „European Masterpiece“ bezeichnen. Die in Dänemark gezogene, herrliche Fuchsstute Quinn G, Tochter des DSP Hengstes Quaterhit aus dem Brandenburgischen Haupt und Landgestüt Neustadt (Dosse), zelebrierte unter dem Sattel ihrer britischen Reiterin und Besitzerin, Fiona Bigwood eine faszinierende Prüfung im Rund der Verdener WM-Arena. Damit könnte die Stute am Sonntag das Triple sichern, denn bereits 2023 war sie Weltmeisterin der Fünfjährigen und im vergangenen Jahr wiederholte sie diesen Titel auch bei den Sechsjährigen. Die von der Stutteri v. G., Helene Geervliet in Dänemark gezogene Quinn ließ dabei kaum einen Schwachpunkt erkennen. In den Bewertungen für Trab, Schritt, Galopp, Gehorsam und Perspektive lag sie übereinstimmend mit 8,4, 8,7, 8,4, 8,6, 8,8 durchweg einheitlich im hoch guten Bereich. Eine hohe Bewertung für den technischen Wert ergab in der Zusammenfassung eine Endnote von 80,177%.
Mit der Endnote 77,634% auf dem zweiten Platz rangierten die Richter den gekörten KWPN Hengst Ilegro von Inclusive – Negro. Gezogen von Van Olst Stables und der Fam. Hanse, besitzt der Hengst mit Jalegrofleur eine ausgesprochen prominente Mutter, ist sie doch Vollschwester von Valegro. Besonders begeisterte Ilegro mit seinem Trab (9,7) wobei der Schritt (7,0) seine schwächste Komponente darstellte. Vorgestellt wurde der Hengst in Verden von Charlotte Fry.
Ein weiteres Europäisches Joint Venture fand sich mit dem, ebenfalls gekörten, Trakehner Hengst Gaspard TSF auf dem dritten Platz. Der von Dr. Angelica Lauritzen in Dänemark gezogene, aber in Deutschland registrierte His Moment - Imperio- Sohn wurde in Verden von Cecilie Hedegaard vorgestellt, Besitzerin des Prämienhengstes der Trakehner Körung 2020 ist Nicole Derlin. Mit Noten zwischen 7,7 (Schritt) und 9,0 (Perspektive) wurde der Hengst in den Einzelkriterien für seinen leichtfüßigen, eleganten Auftritt hoch bewertet. In der Beurteilung des technischen Aspekts lagen die Richter auffallend auseinander mit den Platzziffern 2, 4 und 21.
Für das Finale um den Weltmeisterschaftstitel konnten sich weitere Deutsche Paare einen direkten Startplatz sichern. Laura Strobel und Zulu GV (Zarathustra-Sorento, Z.&B.: Gestüt Vorwerk, Elisabeth Theurer, Rang 5), Dorothee Schneider und Segantini FRH (Secret-Fidermark, Z.: Dr. Christine Feichtinger, B.: Maik Kanitzky, Rang 7) sowie Stefan Wolff mit Elliot the Dancer NRW (Escolar-Vitalis, Z.: Leo Hermanns, B.: Jutta Hildebrandt u. Susanne Margossian, Rang 10).
Im kleinen Finale der Fünfjährigen, wurden die letzten drei Finaltickets für Sonntag vergeben. Hier siegte der von Bart Veeze vorgestellte KWPN Hengst Roman Empire Romanov Blue Hors-Sir Sinclair) aus der Zucht des Stal Zogland und dem Besitz von Rom Vermunt und Stephanie Scheerder, vor Because of You OLD und Beatrice Hoffrogge. Die Benicio—Dimaggio Tochter ist gezogen vom Zuchthof Hollen und steht im Besitz von Lara Steimle Lochmann. Dritter im kleinen Finale wurde So Special (Secret-Bon Coeur, Z.&B.: Pia Sophie Wahlers) unter dem Sattel von Jessica Lynn-Thomas. Diese drei haben sich damit die Finalteilnahme gesichert.
Tags zuvor war dies im kleinen Finale der Sechsjährigen bereits La Jolie SW OLD (Escamillo-Londonderry, Z.&B.: Sabine Wehle) und Carina Scholz gelungen, ebenso wie den Zweitplatzierten, dem Oldenburger Emoji JCD SL (Emilio-Foundation, Z.: Stefanie Löhmann, B.: Camille Judet Chéret, R.: Corentin Pottier) sowie dem KWPN O’Toto van de Wimphof (Toto Jr.-Riccione, Z.: C. Rienks-Kramer, B.: Joop van Uytert, C. Kramer & E.J. Rienks, R.: Diederik van Silfhout).