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von Claus Schridde am Samstag, 29.11.2025 um 19:25

Der König eines starken Jahrgangs

63. Trakehner Hengstmarkt

Siegerhengst Eichenkönig v. Kentucky.  /  © Lafrentz

Die Trakehner haben gekört, und man kann ohne Umschweife sagen, dass dies der stärkste Trakehner Körjahrgang der letzten Jahre gewesen ist. Selten zuvor präsentierte sich eine so breite Spitze von gleichwertig guten Hengsten, aus denen man nahezu beliebig den Sieger hätte wählen können, so dass berechtigtermaßen sechs der 13 gekörten Hengste mit dem Prämientitel ausgezeichnet werden konnten. Die Kommission um Zuchtleiter Neel-Heinrich Schoof (August Camp, Peter Kunath, Elmar Lesch und Dr. Hans-Peter Karp) körte konsequent und der Verbandsvorsitzende Dr. Norbert Camp resümierte hinterher: „Vor einigen Jahren hätte sicher noch der eine oder andere mit der Qualität der heute nicht gekörten Hengste möglicherweise noch das Klassenziel erreicht!“ Dabei hatte der letztlich zum Sieger erkorene dunkelbraune mit dem passenden und bedeutungsvollen Namen Eichenkönig (v. Kentucky-Hofrat-Schwadroneur-Cannon Row xx, Fam. O175A Eichkatze bzw. Evita XII, Z.: Daniel de Charleroy, Herselt/BEL) durchaus eine Favoritenrolle inne. Hinter der ausstellenden „Besitzergemeinschaft Eichenkönig“ steht ein sechsköpfiges Konsortium junger Trakehner Fans aus allen Teilen Deutschlands, initiiert von Philipp Klingbeil, der den Hengst zum Zeitpunkt des Bundesturniers Ende Juli beim Züchter begutachtet und für unbedingt ausbildungswürdig befunden hatte. Da der Züchter den Hengst nicht selbst in Körvorbereitung geben wollte, Philipp Klingbeil jedoch unbedingt von dem Pferdeüberzeugt war, suchte er sich fünf Freunde, und so war die Besitzergemeinschaft Eichenkönig gegründet. Die Ausbildung übernahm er dann persönlich und es war nach Kissinger (2013) der zweite Trakehner Siegerhengst aus seiner Körvorbereitung, ein Produkt aus Tiefgefriersperma übrigens. Der Vater Kentucky – selbst Siegerhengst der Körung 2009 – war zum Zeitpunkt der Zeugung von Eichenkönig bereits verkauft nach Mexiko, und es gibt aus dem damals getätigten Samenankauf noch einen Vollbruder zu Eichenkönig. Die Mutter ist derzeit tragend von Alle Farben, wie der Züchter Daniel de Charleroy vor der Presse mitteilte. Das neue Zuhause des Siegers wird das Gestüt Sprehe sein, das sich für 405.000 Euro den Jahrgangs-Champion sicherte. Er steht damit in bester Trakehner Gesellschaft zum letztjährigen Körsieger Havertz sowie zum Champion-Vererber Millennium und dessen Sohn Kenneth.

Erster Reservesieger war der braune Goldkurs (v. Impact-Shavalou-Kostolany-Karon, Fam. O326 Gloriette III bzw. Gundula, Z. u. B.: Bernhard Langels,  Schäplitz), gezogen nach strikt „Langels’schem Hengstrezept“ mit Helden der familieneigenen Hengststation in direkter Reihung. Goldkurs steigerte sich von Auftritt zu Auftritt und rangierte hoch in der Gunst des stets begeisterungsfähigen Trakehner Publikums. Ein feines Pferd mit sehr guter Oberlinie, sehr gutem Schritt mit viel Antritt. Für 61.000 Euro ging er ins Rheinland.

Zweiter Reservesieger war der groß gewachsene Edelrappe Hannu Haakon (v. Scaglietti-Millennium-Induc-Arsenal-Bergsturm, Fam. S50A Herba AAH, Z.: Gestüt Staffelde, B.: Nicole Derlin, Travenbrück), dessen Mutter Vollschwester des Vererbers Helium ist. Für 66.000 Euro wurde er zugeschlagen.

Weitere drei Hengste  wurden unrangiert prämiert. Da war zum einen der antrittsstarke schwarzbraune Top Star (v. Kwahu-Cadeau-Sixtus-Condus, Fam. O160 A Falle, Z.: Familie Gellhaar, Steinau), ein herrlicher Typ mit ganz viel Antritt und höchster Elastizität, der allerdings etwas weich gefesselt war und für 175.000 Euro in die Niederlande wechselte. Szenenapplaus war ihm bei jedem Auftritt sicher. Zum Kreise der Prämierten zählte auch der einzige im Körlot verbliebene Fuchs namens Lucero (v. Easy Game-Rheinklang-Ivernel-Caprimond, Fam. O388 Lottka, Z.: Stephanie Petersen, Wenningstedt/Sylt). Ein unheimlich drahtiges Pferd, groß, bedeutend, geschlossen, mehrfach ingezogen auf die Heroen Gribaldi und Arogno. Er erzielte 65.000 Euro.

Nicht zuletzt sei das unangefochtene Spring-Highlight unbedingt erwähnt: Beten von Allns (plattdeutsch für: Ein bisschen von Allem), ein Goldbrauner von Tecumseh (M. v. Cavallieri xx-Donaumonarch-Atoll, Fam. O119A Bergfriede, Z. u. B.: Katharina Wißwe, Jersbek) überzeugte durch seine bedeutende Silhouette mit positiv-stabiler Oberlinie, erinnerte im Überguss, Farbe und Abzeichen an den Urgroßvater Donaumonarch. Vermögendes Springen mit Kraft, Abdruck, sehr guter Beintechnik, dazu drei in jeder Hinsicht überdurchschnittliche Grundgangarten. Ein Prämienhengst ohne Wenn und Aber, der weit mehr als nur „ein bisschen von allem“ ablieferte und Begeisterungsstürme entfachte. Seine neue Heimat ist für 71.000 Euro das NRW-Landgestüt Warendorf.

 Gekört wurden weiterhin Söhne der Hengste Easy Game (2), Impact, Imperial Valley, Integer, Kwahu und Ziethen. Einer der Easy Game-Söhne absolvierte das Programm erfolgreich unter dem Reiter. Der Durchschnittspreis der 13 gekörten Hengste belief sich auf 80.308 Euro. Nur mäßiges Interesse fanden die 15 nicht gekörten Hengste, die durchschnittlich 13.733 Euro einspielten.

Claus Schridde (Redaktion)

Zuchtexperte, Fachjournalist, Züchter und Pferdemann durch und durch, mit schier unendlichem hippologischem Fachwissen bereichert er jede ZÜCHTERFORUM-Ausgabe, auch als Richter und „Mikrofon-Stimme“ bestens in der Szene bekannt.

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