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von Claus Schridde am Samstag, 22.08.2026 um 08:31

Bundeschampionate in Moritzburg: Heimspiel bei den Ponys

In Top-Form: Ninnolo und Bettina Winkler  /  © Brit Placzek

Tag zwei der Moritzburger Championatstage stand rasseübergreifend ganz im Zeichen der Sechs- und Siebenjährigen. Acht Kandidaten bewarben sich in der Finalqualifikation der sechs- und siebenjährigen Fahrponys, die zum Heimspiel wurde für ein Duo aus dem Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen. Bettina Winkler (RFV. Gestüt Bretmühle) und der in Sachsen-Thüringen gezogene braune Wallach Ninnolo (v. Numero Uno-Be Happy, Z.: Jürgen Leuteritz, Penig) lieferten eine tolle Vorstellung mit einigen 8er Noten ab und landeten bei 7,94. Knapp dahinter (7,89) rangierte Dr. Hans-Georg Röper (ZRFV. Mastholte) mit dem Rheinländer Chevalier’s Best of Magic (v. Paddock Chevalier-Movie Star, Z.: Volker Tabak), der für das Kegelfahren die höchste in dieser Prüfung vergebene Einzelnote (9,0) erhielt. Rang drei (7,22) ging an die in Hessen gezogene Edelbluthaflingerstute Naomy M (v. Wyno-Nantano, Z.: ZG Birgit und Robert Müller) mit Birgit Müller (RJFV. Weiten Gesäß). An vierter Stelle (7,0) ging der niederländische Welshponywallach Ploeg Salvador (v. Spoorzichts Jupiter-De Goede Ree Now or Never, Z.: P. Ploegmakers) mit seinem Besitzer Daniel Müller. Für das Finale der besten Sechs qualifizierten sich ferner die sechsjährige bayerische Ponystute Midnights Brianna/Manuela Mitnacht (Kürnachtal Estenfeld; 6,83) und der sechsjährige in Weser-Ems gezogene Wallach Nottingham WE/Saskia Oskamp (Fahr- u. RV. Wettringen; 6,67).

DSP-Sieg für Rheinland-Pfalz-Saar

Bei den sechs- und siebenjährigen Fahrpferden ging ein sehr qualitätvolles Quartett junger Talente an den Start. Der Sieg (8,22) ging an Karl-Heinz Finkler (Klötze/Sachsen-Anhalt) mit der in Rheinland-Pfalz-Saar gezogenen braunen DSP-Stute La Jolie (v. Lord Leopold-Bentley-Licotus-Rubinstein I-Ramino-Welt As-Luciano, Oldbg. Stamm 136/Lucie, Z.: ZG Harald u. Pia Finkler), die mehrere Einzelnoten von 9,0 aufzuweisen hatte. La Jolie (zu Deutsch: Die Schöne) resultiert aus demselben Mutterstramm (polnischen Ursprungs), der auch die bekannten Hengstbrüder Sandro Hit, Diamond Hit, Royal Hit und das aktuelle Dressur-WM-Pferd Bluetooth OLD/Frederic Wandres hervorgebracht hat. Mit etwas Abstand (7,67) folgte der siebenjährige imponierende braune Oldenburger Wallach Easy-E (v. Escamillo-Foundation-Day Dream-Argentinus-Königstreuer xx-Furioso II-Vollkorn xx, Oldbg. Stamm 104/Goletta, Z.: Marco Trier) an den Leinen von Antonio Wehe (RV. Freden Rittergut Esbeck/Niedersachsen), der bisweilen von der optisch und vor allem auch akustisch imponierenden Kulisse fasziniert war und für die Siegerehrung Dispens erhielt. An dritter Stelle (7,61) rangierten Dominik Lübbecke (RV Vorhelm-Schäringer Feld) und der ausdrucksstarke, schwarze NRW-Landbeschäler Landbeschäler Litus (v. Licosto-Rockwell-Darlington-Gigant-Ducker, Westf. Stamm 272, Z.: ZG Klein und Mömesheim), den man hinsichtlich der Benotung (kraftvolles Abfußen, immer bergauf!) im höheren Segment erwartet hätte. Was der siebenjährige Rheinländer an Grundgangarten zu bieten hatte, sieht man nicht alle Tage. An vierter Stelle (7,06) rangierte Dr. Hans-Georg Röper (ZRFV. Mastholte) mit dem selbstgezogenen und bereits championatserfahrenen westfälischen Schimmelwallach First Magic NRW (v. First Selection-Frühlingsbote-Royal Diamond-Sao Paulo-Gletscher-Nomade-Abhang I, Hann. Stamm 824/Sibara). Mangels weiterer Konkurrenz sind alle vier Kandidaten auch Finalisten am Sonntag.

Favorit Lancelo führt die Wertung an

In der Qualifikation der sechs- und siebenjährigen Schweren Warmblüter siegte der siebenjährige Moritzburger Landbeschäler Lancelo (v. Loriot-Elbcapitän-Excellent-Valerius, Z.: ZG Walter jun. u. Bärbel Matzke, Zerbst). Ein Pferd mit Championatsgeschichte: Der imponierende Braune war Sieger der SW-Körung Moritzburg 2021, 2022 gewann er die SW-Reitpferdeprüfung im Rahmen der Bundeschampionate, war Bundeschampion der Jahre 2023 und 2024, 2025 Sieger der Qualifikation und Bronzemedaillengewinner im Finale und vor dem Wagen stets präsentiert durch Phil Teifel. Als Sieger der Qualifikation meldete er nunmehr auch für 2026 Siegansprüche an. Platz zwei (7,83) ging an Anna Auburger (RC. Regensburg) mit der siebenjährigen in Sachsen-Thüringen gezogenen Wanda (v. Vittaro Thekulies-Eposant-Glücksburg-Effekt, Z. u. B.: Christiane Herzberg-Kaufung), die für das Kegelfahren die 9,0 erhielt. Platz drei ging an die Titelverteidiger, Marlen Fallak (Nägelstedt), die mit ihrem selbstgezogenen Vittesko F auf 7,78 kam. Auch Vittesko F ist wie die Zweitplatzierte ein Nachkomme des Vittaro Thekulies, der seinerzeit mit Marlen Fallak Bundeschampion gewesen ist, und stammt aus einer Elbling-Valerius-Edelfalk-Mutter. An vierter Stelle (7,66) rangierte Phil Teifel mit seinem zweiten Pferd Cäsar, ebenfalls Moritzburger Landbeschäler v. Cadett-Elbling (Z.: Danilo Grabowsky, Cottmar). Die weiteren zwei der sechs zu vergebenden Finalplätze gingen an Eric-Peter Schäfer (Viernheimer Kutschengilde) mit Edda STS und Vernon Helmuth (USA; MRFV. Nunsdorf) mit Othilie P.

Titelgewohnt: Moritzburger Landbeschäler Lancelo und Phil Teifel  /  © Brit Placzek

Doppelsieg Kleinen Finale

15 Kandidaten traten im rasseübergreifenden „Kleinen Finale“ (drei Ponys, zwölf Schwere Warmblüter) der Vier- und Fünfjährigen an, um so möglicherweise noch ein Finalticket zu ergattern. Das gab es für die besten zwei Schweren Warmblüter und das beste der drei teilnehmenden Ponys. Und der Zufall wollte es, dass gleich zwei SW-Pferde punktgleich (jeweils 8,29) Sieger wurden und insofern ins Final einzogen und insofern ins „Große Finale“ einziehen werden: Der fünfjährige Rapphengst Lennox (v. Loriot-Elbcapitän-Pesus xx-Gerit-Lotse, Z.: Reit- u. Fahrverein Noßwitz e. V.) mit Karl-Heinz Finkler (Klötze/Sachsen-Anhalt) und der ebenfalls fünfjährige Rappwallach Effektvoll (v. Effekt/Eklatant-Ellington-Elixier-Lord I-Coronat, Z. Helga Wendt). Der dritte Rang ging an Magnus (v. Mylord-Elbcapitän) mit Eric-Peter Schäfer (Viernheimer Kutschengilde). Das „Pony-Ticket“ löste Wiebke Röper (ZRFV. Mastholte) mit dem fünfjährigen rheinischen Fuchswallach New Magic 5 (alias Numa IT; v. Numero Uno-Dating AT, Z.: Ingrid Thissen), der bei einer Endnote von 7,64 durchweg Noten im positiven Bereich erhielt und Platz vier belegte.

Die Schöne trabt zur Spitze: La Jolie mit Karl-Heinz Finkler  /  © Brit Placzek

Claus Schridde (Redaktion)

Zuchtexperte, Fachjournalist, Züchter und Pferdemann durch und durch, mit schier unendlichem hippologischem Fachwissen bereichert er jede ZÜCHTERFORUM-Ausgabe, auch als Richter und „Mikrofon-Stimme“ bestens in der Szene bekannt.

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