Marbacher Wochenende: Vier gekörte Hengste bei der DSP-Sattelkörung
Tag zwei der DSP-Körung in Marbach: Für die fünf Hengste der diesjährigen Sattelkörung stand heute die entscheidende Vorstellung unter dem Sattel an. Die Springhengste präsentierten sich darüber hinaus erneut im Freispringen, das Wolfgang Arnold und sein Team gewohnt souverän und mit viel Ruhe begleiteten. Dabei galt es, die Körkommission um Edwin Schuster, Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg, Zuchtleiterin Anja Bartha, Bayerns Zuchtleiter Torsten Große-Freese sowie die Sportvertreter Ina-Katrin Schmid (Dressur) und Olaf Peters (Springen) von ihren Qualitäten zu überzeugen.
Vier Hengste erhielten schließlich das positive Körurteil. Den Auftakt machte hierbei der 2023 geborene Sohn des Feliciano – Feriado aus der Zucht und im Besitz von Georg Johannes Ederle aus Bissingen. Großrahmig aufgemacht mit bedeutenden Reitpferdepoints wusste er über beide Tage hinweg auch mit bestem Interieur zu überzeugen. Im Freilauf stets elastisch und kraftvoll aus der Hinterhand, zeigte er sich heute unterm Sattel etwas verhaltener, konnte aber nach wie vor mit seinem bergauf angelegten Bewegungsablauf in den schwungvollen Grundgangarten punkten sowie mit einem stets taktsicheren und großzügigen Schritt.
Freuen durfte sich außerdem Manfred Merschmann aus Delbrück, der mit Delano einen weiteren gekörten Hengst aus seiner Zucht stellte. Der im Besitz der PBM Pfefferle GmbH stehende dreijährige Sohn des Dallas VDL aus einer C-Indoctro-Pilot-Mutter zeigte sich bereits weit entwickelt mit maskulinem Habitus und überzeugte in allen drei Grundgangarten mit gutem Gleichmaß, Balance und Taktsicherheit. „Im Freispringen wusste er mit viel Übersicht, Elastizität und bester Einstellung zu brillieren“, lobte Torsten Große-Freese und hob zugleich auch das klar erkennbare Vermögen hervor.
Ein weiteres positives Körurteil erhielt der Sergantini-Quaterback-Sohn Scarosso aus der Zucht von Bernd-Uwe Hildebrandt und im Besitz von Dorothee Schmid aus Lonsee. Noch recht jugendlich und im mittleren Rahmen stehend, wusste der 2023 geborene Junghengst mit insgesamt sportlichen Attributen zu gefallen. Unterm Sattel präsentierte er sich im Trab mit viel Mechanik, Elastizität und Abdruck aus dem Hinterbein sowie einer großzügig bergauf angelegten Galoppade. Im Schritt hätte sich die Körkommission noch mehr Losgelassenheit gewünscht.
Ebenfalls gekört wurde Lago di Lei aus der Zucht und im Besitz des Haupt- und Landgestüts Marbach. Der fünfjährige blutgeprägte Sohn von Nathan de la Tour AA aus einer Cavallieri xx-Mutter wusste bereits im Sport auf sich aufmerksam zu machen. So wurde er Trakehner-Champion der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde und qualifizierte sich für das Finale des diesjährigen Bundeschampionats. Mit groß angelegten Körperpartien und seinem korrekten Fundament unterstrich er heute seine Körqualität und präsentierte sich unterm Sattel durchgehend sehr locker bei genügend Raumgewinn und stets unter den Schwerpunkt arbeitend.